Nikon Z fc im PCtipp-Test
Bildqualität
Neben dem herausragenden Design ist die grösste Stärke der Z fc die Bildqualität. Der verbaute Sensor ist praktisch identisch mit demjenigen der Z50, der bereits ausgezeichnet war. Wie bei Nikon üblich, glänzen vor allem die akkuraten Farben und die starken Details, besonders in dunklen Regionen. Auch in hohen ISO-Bereichen schiesst die Kamera noch sehr brauchbare Bilder. Vor allem im Rohdatenformat. Die JPG-Korrekturen sind stellenweise etwas grobschlächtig. Schärfung und Rauschunterdrückung werden etwas gar freimütig eingesetzt und können das Bild in gewissen Situationen etwas stark beeinflussen.
Wo die Z fc etwas gebremst wird, ist bei der Objektivauswahl (dazu gleich noch mehr). Die nativ verfügbaren Linsen sind eher mittelmässig und werden dem ausgezeichneten Sensor nicht immer gerecht.
Hier einige Bilder aus der Nikon Z fc, alle JPG direkt aus der Kamera, in Standard-Einstellungen.
Video
Keine Überraschungen gibt es bei den Videofeatures der Z fc. UHD mit 30 FPS und FHD mit 120 FPS sind für die Preisklasse etwa üblich. Mehr braucht man als Content-Ersteller im Schnitt auch nicht, und kann so wohl auch die fehlende Log-Unterstützung verschmerzen. Bei Vlogs helfen das drehbare Display und der permanente Autofokus, der sich richtiggehend am Gesicht des Sprechers festkrallt. Mit einem externen Mikrofon kann man zudem die Soundqualität verbessern. Was fehlt, ist ein Kopfhöreranschluss, wobei dieser für Nutzer, die sich selbst filmen, sowieso häufig nicht verwendet wird. Das Aussehen ist dann wichtiger als das genaue Abhören der Soundqualität. Das kann man ja auch über die eingeblendete Audioanzeige.
Alle sonst wichtigen Funktionalitäten sind ebenfalls vorhanden: Zebra, Focus Peaking, ein HDMI-Anschluss (micro) und eine praktische Filmtaste. Die Einstellungen zwischen Foto- und Videomodus bleiben grösstenteils getrennt. Allerdings sind die Einstellungen aller festen Einstellungsräder jeweils auf den eingestellten Wert fixiert. Somit werden ISO und Belichtungszeit beim Wechsel jeweils übertragen und nicht separat gespeichert. Ein Nachteil der Old-School-Steuerung, aber auch nicht wirklich schlimm.
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