Mit diesen Erweiterungen verschönern Sie Ihre Fotos
Empfehlungen
Nicht alle Foto-Apps lassen sich als Extensions verwenden, im Gegenteil: Diese Möglichkeit muss von den Programmierern ausdrücklich vorgesehen werden – und leider machen längst nicht alle davon Gebrauch. Dessen ungeachtet gehören einige richtige Juwelen dazu.
Darkroom
Vergessen wir die Sache mit der Spannungskurve und kommen gleich zum Höhepunkt: «Darkroom» gehört zu den besten Foto-Apps überhaupt und ist auch als Extension eine Wucht, Bild 4. Die Stärken liegen in der gehobenen Verarbeitung – also nicht bei billigen Effekten. Zu den Kernkompetenzen zählen stattdessen Farbkorrekturen, Kurven oder Split-Toning – also die unterschiedliche farbliche Anpassung bei Lichtern und Schatten. Und natürlich versteht sich «Darkroom» mit Apples neuem ProRAW-Format, das mit dem aktuellen iPhone 12 Pro (Max) eingeführt wurde.
Für die breite Masse ist «Darkroom» auch deshalb interessant, weil die App unzählige Filter für die verschiedensten Stimmungen bietet: analoge Filme, Schwarz-Weiss-Fotos und mehr. Denn hier bietet Apples «Fotos»-App viel zu wenig. Ausserdem lassen sich Filter auch in der Stapelverarbeitung auf mehrere Fotos und sogar Videos anwenden; wenn Sie also mit 300 Fotos aus den Ferien zurückkommen, drücken Sie zuerst einmal eine gemeinsame Farbstimmung durch, bevor Sie sich um die Details kümmern. Ohne Abo ist die Auswahl dieser Filter recht überschaubar, aber: Im Abo ist auch die Mac-Version enthalten, die im Mac App Store angeboten wird.
Info: für iPhone, iPad und Mac; Deutsch; Fr. 4.50 (monatlich) oder Fr. 21.– (jährlich), Apps Store
Afterlight
Den Titel «möglicherweise beste Extension» hätte sich «Afterlight» schnappen können. Die App bietet über 130, meist sehr geschmackvolle Filter, umfassende Farbkorrekturen oder die Möglichkeit, Texte und Sticker auf den Fotos zu platzieren, Bild 5. Dazu gesellen sich Effektfilter für Lichteinfall, künstlichen Staub, Perspektive-Korrekturen oder Filmkorn. Hier wird kaum etwas ausgelassen.
Leider lässt sich nicht der komplette Funktionsumfang als Extension verwenden. So werden Effekte wie der Lichteinfall, zufällig modifizierte Filter oder Sofortbild-Rahmen erst kurz vor dem Export hinzugefügt. Um das Foto in dieser Form zu speichern, wird in der Fotosammlung ausserdem ein Duplikat angelegt; aber Duplikate mag eigent-lich niemand. Trotzdem: Diese App gehört auf jeden Fall in die engere Auswahl und hat eine Chance verdient. Ausserdem wird der Umfang der Filtersammlung regelmässig erweitert, sodass es mit «Afterlight» stets spannend bleibt.
Info: App für iPhone und iPad; Deutsch; Fr. 3.– (im Monat), Fr. 19.– (jährlich) oder Fr. 35.– (lebenslang); Apps Store
TouchRetouch
Nicht alles, was auf einem Foto zu sehen ist, gehört da auch hin. «TouchRetouch» lässt kleine Unschönheiten sehr überzeugend verschwinden, Bild 6. Dabei kann es sich um ein Objekt handeln (Hydrant), Hautunreinheiten oder knifflige Linien wie zum Beispiel Telefondrähte. Der Leistungsumfang der App ist überschaubar, doch was «TouchRetouch» macht, macht es richtig. So lassen sich alle störenden Elemente in mehreren Anläufen markieren und anschliessend mit einem einzigen Tippen unkompliziert entfernen. Noch einfacher geht Fotobearbeitung nicht.
Info: für iPhone und iPad; Deutsch; Fr. 2.– (einmalig); Apps Store
SKRWT
Die Extension «SKRWT» verschreibt sich wie «TouchRetouch» ebenfalls einer einzigen Aufgabe: der Korrektur von stürzenden Linien und physikalischen Phänomenen. Klassischerweise zielen diese Funktionen auf die Architekturaufnahmen mit Perspektiven, die sich nach oben verjüngen, Bild 7. «SKRWT» korrigiert diese effizient.
Allerdings hilft die App zum Beispiel auch bei Objekten, die auf dem Tisch liegen und nicht genau im rechten Winkel von oben fotografiert wurden. Und die wohl wichtigste Funktion dieser praktischen Extension überhaupt: die Korrektur von Verzerrungen, die durch extreme Weitwinkelaufnahmen zustande kommen, beispielsweise bei GoPro-Kameras oder Fischaugen-Objektiven.
Info: für iPhone und iPad; Deutsch; Fr. 2.– (einmalig); Apps Store
Camera+
Wie der Name kaum verschleiert, handelt es sich bei «Camera+» in erster Linie um eine ziemlich fortgeschrittene Kamera-App mit vielen manuellen Einstellmöglichkeiten. Die App bietet darüber hinaus auch einige sehr ansprechende Filter, Funktionen für die Aufhübschung von Porträts und vieles mehr, das sich direkt in Apple «Fotos» als Extension einsetzen lässt, Bild 8. Das macht die App zu einem sehr potenten Kandidaten für die Bildoptimierung, selbst wenn Sie damit kein einziges Foto schiessen.
Info: für iPhone und iPad; Deutsch; Fr. 3.– (einmalig), zwei Filterpakete für je Fr. 1.– als In-App-Kauf; Apps Store
Photoshop Express
Photoshop hat bis heute eine beachtliche Strahlkraft, die von Adobe bis zum Umfallen monetarisiert wird. «Photoshop Express» bietet als Extensions einige wenige Bearbeitungsfunktionen, Filter und Rahmen, die recht gelungen sind, Bild 9. Allerdings sind längst nicht alle Funktionen kostenlos.
Direkt in der App lassen sich weitere, sehr interessante Elemente hinzufügen, wie zum Beispiel Texte, die in Vorlagen eingebunden sind und typografisch einfach immer gut aussehen. Damit bietet die App einige Funktionen, für die bis anhin Adobe «Spark Post» verwendet wurde.
Es warten ausserdem weitere Spezialeffekte, Werkzeuge und die Möglichkeit, anderen Anwendern zu folgen. Adobe hat scheinbar alles hineingepackt, was ihnen in den Sinn kam – ohne die Frage nach dem Sinn zu stellen. Die Preise für das Abo sind gesalzen. Wenn Sie sich hingegen mit Ihrer Adobe-ID anmelden, die bereits für ein Abo der Creative Cloud verwendet wird, ist die Nutzung aller Funktionen gratis.
Info: für iPhone und iPad; Deutsch; Fr. 7.50 (monatlich) oder Fr. 38.– (jährlich); Apps Store
Fotograf
Und nach dieser geballten Ladung an Funktionalität etwas Einfaches, um abzukühlen. Die App «Fotograf» bietet nur wenige Einstellmöglichkeiten, die kaum an jene von Apple «Fotos» heranreichen. Stattdessen umfasst sie diverse Farbfilter, die an analoge Kameras erinnern und mit denen die Lichtstimmung erfolgreich aufgewertet wird, Bild 10.
Diese Filtersammlungen werden einzeln für je 1 Franken gekauft – oder Sie greifen gleich zum ganzen Paket. Der einzige Wermutstropfen: Die App wurde seit vier Jahren nicht mehr aktualisiert und ist nicht ganz an die aktuellen Display-Grössen angepasst – aber sie funktioniert auf neusten Apple-Geräten.
Info: für iPhone und iPad; Englisch; gratis, alle Filter als In-App-Kauf für zusammen Fr. 5.–; Apps Store
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