Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Test: Nothing Headphone (a)

Mit dem Headphone (1) hat Nothing letztes Jahr einen starken Over-Ear-Kopfhörer mit eigenwilligem Design und fairem Preis veröffentlicht. Mit dem Headphone (a) legen die Briten nach: deutlich günstiger – und in vielen Bereichen sogar besser.
Nothing Headphone (a)
© Nothing

Im PCtipp-Test schnitt der Nothing Headphone (1) sehr gut ab: Bedienung, Tragekomfort, App und Verarbeitung überzeugten. Kritik gabs lediglich für das etwas dunkle Soundprofil, das sich dank Equalizer jedoch gut anpassen liess. Auch das auffällige Design im Tonbandkassetten-Look gefiel – ist jedoch nicht jedermanns Sache.

Der Look des Headphone (1) gefällt nicht allen

Der Look des Headphone (1) gefällt nicht allen

© Nothing

Beim Headphone (a) zeigt sich Nothing zurückhaltender. Die Hörer bleiben zwar rechteckig, verzichten aber auf transparente Elemente. Wer auffallen möchte, greift zu Gelb oder Pink, für einen dezenteren Auftritt stehen Schwarz und Weiss zur Wahl.

Den Headphone (a) gibt es in Pink, Gelb, Schwarz und Weiss

Den Headphone (a) gibt es in Pink, Gelb, Schwarz und Weiss

© Nothing

Auch beim Material gibt es Änderungen: Statt Aluminium kommt nun Kunststoff zum Einsatz. Das wirkt sich positiv auf den Preis aus – mit 139 Franken ist der Headphone (a) rund 70 Franken günstiger als sein grosser Bruder. Auch beim Case wurde gespart. Statt einer stabilen, schicken Hülle gibt es nur eine Tragetasche, die an einen Brotbeutel erinnert. Ansonsten zeigt sich Nothing grosszügig: Kabel (USB-C und Klinke) sowie eine verständliche Schnellstartanleitung sind im Lieferumfang enthalten.

Tragetaschen habe ich schon schönere gesehen

Tragetaschen habe ich schon schönere gesehen

© Nothing

Die Verarbeitung überzeugt trotz des Preises: Nichts knarzt oder wackelt, der Kunststoff wirkt hochwertig. Auch das Kunstleder an Hörern und Bügel fühlt sich angenehm an. Lediglich die Schutzfolien auf den Aussenseiten lassen sich etwas mühsam entfernen.

Bedienung: Referenzklasse

In Sachen Bedienung ist Nothing weiterhin eine Klasse für sich. Das beginnt bei der Installation: Sobald man die Kopfhörer einschaltet, werden sie von Bluetooth-fähigen Geräten erkannt. Empfehlenswert ist zudem die Installation der Nothing-App, die durch ihre Übersichtlichkeit und intuitive Bedienung überzeugt – ohne verschachtelte Menüs, alle Funktionen sind schnell erreichbar. Ausser einem 8-Band-Equalizer (inklusive grafischer Variante) lassen sich auch die Steuertasten flexibel anpassen.

Ein grosses Plus ist die Steuerung direkt am Gerät: Statt Touchflächen kommen physische Bedienelemente zum Einsatz – und das zahlt sich aus. Das Lautstärkerad erlaubt eine präzise Anpassung, ein Kippschalter steuert Tracks und Spulen, und eine separate Taste aktiviert den Sprach- oder KI-Assistenten. Insgesamt gehört das Bedienkonzept zum Besten, was der Markt derzeit bietet.

Nur eine kleine Kritik: Leider bietet der Kopfhörer keine Trageerkennung. Er schaltet sich also nicht automatisch aus, wenn er abgenommen wird.

Die App und die Steuerelemente am Kopfhörer gehören zu den besten im Kopfhörerbereich

Die App und die Steuerelemente am Kopfhörer gehören zu den besten im Kopfhörerbereich

© PCtipp

Energiegeladener Sound

Beim Headphone (1) hatte ich das Soundprofil kritisiert – beim Headphone (a) hat Nothing hörbar nachgebessert. Der Klang präsentiert sich energiegeladen und druckvoll. Der Bass ist präsent, ohne andere Frequenzen zu überdecken. Mitten und Höhen haben ausreichend Raum, wobei Letztere etwas mehr Brillanz vertragen könnten. Dafür bleibt das Klangbild angenehm: keine Zischlaute, keine harschen Spitzen. Insgesamt ergibt sich ein ausgewogener, gefälliger Sound, der sich für verschiedenste Genres eignet.

Der Fokus liegt klar auf Hörspass: Wer einen analytischen, natürlichen Klang sucht, wird hier nicht fündig. Der Headphone (a) setzt bewusst auf ein «geschöntes» Klangbild – vergleichbar mit Smartphone-Kameras, die Gesichter glätten und perfektionieren.

Kurz gesagt: Der Headphone (a) bietet einen lebendigen, unterhaltsamen Klang – ideal für unterwegs oder entspanntes Hören nebenbei –, ist aber kein High-End-Kopfhörer für audiophile Ansprüche.

Der Nothing Headphone (a) sitzt fest und angenehm

Der Nothing Headphone (a) sitzt fest und angenehm

© Nothing

Alltag: Komfort, ANC und Ausdauer

Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet zuverlässig, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau der Topmodelle von Sony. Für den Alltag blendet sie störende Umgebungsgeräusche dennoch effektiv aus.

Auch der Tragekomfort überzeugt: Der Anpressdruck ist gut ausbalanciert – sicherer Sitz ohne unangenehmes Drücken, selbst bei längerer Nutzung.

Ein weiteres Plus ist die Akkulaufzeit. Bis zu 50 Stunden mit aktivem ANC erscheinen im Test realistisch. Das Mikrofon liefert ebenfalls solide Ergebnisse, Gespräche sind klar und verständlich.

Fazit: klarer Preistipp

Wer einen guten Over-Ear-Kopfhörer sucht, ohne mehrere Hundert Franken auszugeben, liegt mit dem Nothing Headphone (a) genau richtig. Bedienung, App, Klang, Komfort und Verarbeitung bewegen sich in dieser Preisklasse auf einem sehr hohen Niveau. Stört das markante Design nicht, erhält man ein überzeugendes Gesamtpaket – und einen der aktuell besten Kopfhörer in seiner Kategorie.

Testergebnis

Sehr gut

  • Druckvoller, ausgewogener Klang, Bedienung, starke App, Preis
  • Kein neutraler Hi-Fi-Sound, einfache Tragetasche, keine Trageerkennung

Details: Geschlossene Kopfhörer (40-mm-Treiber), Bluetooth 5.4, Codecs: AAC, SBC, LDAC, Frequenzgang: 20 Hz bis 40 kHz, Akkulaufzeit: bis zu 50 Stunden (mit ANC), Multipoint, USB-C, Klinke, IP52 (Schutz gegen Staub und tropfendes Wasser), 310 Gramm

Preis: Fr. 139.–

Gesehen bei: brack.ch

Kommentare

Musik Kopfhörer Hardware
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein
Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
3 Minuten
11. Jun 2026
Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren.
2 Minuten
11. Jun 2026
PC-Maus
Im Test – Logitech Mobi Fold
Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
3 Minuten
12. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Over-Ear-Kopfhörer
Im Test – OneOdio Studio Max 2
Kaum Latenz per Funk, eine Akkulaufzeit von weit über 100 Stunden und ein günstiger Preis: Das soll der Kopfhörer Studio Max 2 des chinesischen Audioherstellers OneOdio alles bieten.
3 Minuten
12. Mai 2026
TV-Kopfhörer
Im Test – Sennheiser RS 275
Fernsehen, ohne andere zu stören – und dabei jedes Wort verstehen: Genau hier setzt Sennheisers Kopfhörer-Bundle RS 275 an. Der Fokus liegt nicht auf audiophilem High End, sondern auf klaren Stimmen, hohem Komfort und einer möglichst einfachen Integration am TV.
4 Minuten
16. Feb 2026
2026er-Soundkollektion in Amsterdam vorgestellt
JBL mit neuen Partyboxen, Mini-Micro und Live-Headphones
JBL hat in Amsterdam seine 2026er-Produkte vorgestellt. PCtipp hat alle Infos und Preise. Plus: unsere Meinung.
4 Minuten
13. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare