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Lesedauer 4 Min.

Im Test – Nothing Ear (3a)

Nothing-Kopfhörer haben sich im PCtipp-Testcenter schon mehrmals bewährt – mit fairem Preis, hoher Benutzerfreundlichkeit und starkem Sound. Der neue True-Wireless-Klangkünstler Ear (3a) will punkto Preis/Leistung noch eins draufsetzen.
© Nothing

Das britische Unternehmen Nothing lanciert mit dem Ear (3a) eine günstigere Version des True-Wireless-Kopfhörers Ear (3), der letzten September in unserem Testcenter die Note «gut» eingefahren hat . Das «a» im Namen steht für «affordable» (erschwinglich) und kennzeichnet jeweils die Budget-Linie eines Nothing-Produkts. Abgespeckt wird bei bestimmten Premium-Funktionen und Materialien. Deshalb geht der neue (3a) für nur 89 Franken über den Ladentisch, während der Ear (3) mit 129 Franken rund 40 Franken teurer ist.

Günstiger heisst aber nicht schlechter. Das zeigt sich bereits beim Design. So kommt der neue Ear (3a) viel bunter daher. Er ist nicht nur in Weiss oder Schwarz erhältlich, sondern auch in Gelb und Pink.

Wer Mut zur Farbe zeigen will, wird am Ear (3a) seine Freude haben

© Nothing

Ausstattung und Bedienung

Während bei den Farben geklotzt wird, merkt man bei der Ausstattung den günstigeren Preis: In der Box befinden sich ausser den beiden Ohrhörern und der Ladeschale eine Schnellstartanleitung und drei Silikonaufsatzpaare. Ein USB-C-Kabel fehlt hingegen. Dieses war beim Nothing Ear (3) dabei.

Gewohnt simpel ist die Einrichtung: Ladeschale öffnen, schon erscheint die Verbindungsanfrage via Bluetooth auf dem Smartphone. Das Leben kann so einfach sein. Es empfiehlt sich, vorgängig die Nothing-X-App herunterzuladen. Sie ist für Android und iOS verfügbar und bietet zahlreiche praktische Einstellungen, darunter eine anpassbare Geräuschunterdrückung (ANC), einen ausgeklügelten 8-Band-Equalizer sowie räumliches Audio.

Die Nothing-X-App ist nicht nur benutzerfreundlich, sondern auch praktisch

© PCtipp

Wie bereits beim Nothing Ear (3) erfolgt die Bedienung des Kopfhörers über einen Druckknopf an den Stielen. Das funktioniert einfach und zuverlässig. Es sind alle wichtigen Aktionen wie Song überspringen, Lautstärke, Geräuschunterdrückung, Start/Pause etc. möglich. Besonders praktisch: Die Funktionen der Knöpfe können «umprogrammiert» werden. Die beiden Ohrhörer bieten zudem einen ausgezeichneten Tragekomfort. Sie sitzen fest und bequem.

Lebendiger Sound

Was für einen Klang darf man für 89 Franken erwarten? Mehr, als ich erwartet habe. Die 12-Millimeter-Treiber sorgen für einen wuchtigen Bass, ohne die Details zu vernachlässigen. Er ist stärker als beim Ear (3). Die Mitten sind gut eingebunden – sogar besser als beim teureren Bruder. Hier ist der Gesang schön präsent und nicht im Hintergrund. Einzig bei den Höhen vermisse ich etwas Präsenz und Details, wodurch das Klangbild stellenweise leicht dumpf wirkt. Das lässt sich mit dem Equalizer jedoch beheben.

Kurz und gut: Für 89 Franken gibt es einen sehr basslastigen, lebendigen Klang, der Spass macht. Hörer sollten also nicht die Natürlichkeit und Detailliertheit von viel teureren In-Ears von Sennheiser oder Sony erwarten. Zudem punktet der Ear (3a) durch eine einwandfreie Geräuschunterdrückung, was ihn für unterwegs oder den Sport prädestiniert, wo die Musik mehr Begleiter als Mittelpunkt ist.

Über die Druckknöpfe lässt sich der Ear (3a) einfach und intuitiv steuern

© Nothing

Akku und Zusatzfunktionen

Die Akkulaufzeit ist leicht besser als beim teureren Ear (3) und mit 6 Stunden mit aktivierter Geräuschunterdrückung (plus weitere 19 Stunden dank Ladecase) für drahtlose Buds gut.

Spannend: Nothing hat dem Kopfhörer zwei spannende Funktionen spendiert – Audio Snapshot und Call Recording. Mit Audio Snapshot lassen sich bis zu einer Minute aufnehmen. Per Call Recording können sogar bis zu 2 Stunden Telefongespräche oder Meetings aufgezeichnet werden. Die Aufnahmen lassen sich auch gleich zusammenfassen und transkribieren. Das funktionierte im Test ausgezeichnet – sogar mit Schweizerdeutsch. Einzig der Export der Transkriptionen ist etwas mühsam, es lassen sich nur Passagen kopieren. Und: Sobald die Kopfhörer getrennt sind, gibt es keinen Zugriff auf die Inhalte.

Die Transkription funktioniert sogar bei schweizerdeutschen Telefonaten

© PCtipp

Fazit: Perfekt für Preisbewusste

Bei einem kleinen Portemonnaie kann man mit dem Ear (3a) nichts falsch machen. Der Kopfhörer bietet einen lebendigen, spassbetonten Sound mit viel Bass. Hinzu kommen eine clevere App mit vielen Funktionen, eine ausgezeichnete Geräuschunterdrückung und eine gute Akkulaufzeit. Das Gesamtpaket gefällt mir besser als beim teureren Nothing Ear (3).

Testergebnis

Sehr gut

  • Funktionen, App, Preis, Bedienung, lebendiger Sound
  • Kein Ladekabel, etwas sehr basslastig

Details: Buds (12-mm-Treiber, dynamisch), Bluetooth 6.0, ANC, Codecs: AAC, SBC, LDAC, Frequenzgang: 20 Hz bis 40 kHz, Akkulaufzeit: bis zu 6 Stunden plus weitere 19 Stunden mit Ladecase (ANC an), USB-C, Multipoint, 3 Mikrofone per Hörer, IP54, 4,5 Gramm pro Hörer

Strassenpreis: Fr. 89.–

Gesehen bei: galaxus.ch

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