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Lesedauer 5 Min.

Saugroboter Mova V70 Ultra Complete im PCtipp-Test

«V» für Vollgas: Der Saug- und Wisch-Roboter Mova V70 Ultra Complete macht nicht nur sauber, sondern auch rein. Und hält obendrein noch jede Menge Überraschungen bereit, wie der PCtipp-Test zeigt.

Der Mova V70 Ultra Complete: Rundum-Sorglos-Putz-Paket für die eigenen vier Wände

© Mova

Der Saug- und Wischroboter Mova V70 Ultra Complete ist das aktuelle Spitzenmodell des Herstellers im Bereich der Premium-Reiniger. Das System richtet sich damit an anspruchsvolle Haushalte mit grossen (und auch gemischten!) Bodenflächen. Der Reiniger kann zudem auch in Häusser/Wohnungen mit Tieren eingesetzt werden. Dazu später mehr. Gut zu wissen: Ein Standardmodell Mova V70 gibt es nicht! Dafür hat die V70-Ultra-Complete-Version (Strassenpreis: Fr. 1049.-) viel Gutes. Dazu gehören eine hohe Saugleistung, ein versenkbarer Laserturm für niedrige Möbel und eine komplett beutellose Absaugstation.

 

Mova V70 Ultra Complete:  üppiges XXL-Zubehörpaket

© Mova

Lieferumfang und Ausstattung

Warum der Hersteller seinen Saugroboter mit dem Zusatz «Complete» versieht, zeigt sich vor allem an seiner Ausstattung: Neben dem Teller-runden Roboter (Durchmesser: 35 cm) selbst und der All-in-One-Station umfasst das Set eben ein umfangreiches Zubehörset. Enthalten sind sechs zusätzliche Wischpads, zwei Ersatzfilter, eine zweite Bodenbürste sowie zwei Flaschen Reinigungsmittel. Klare Sache: Das System setzt auf Langlebigkeit. Die beutellose, sogenannte «EcoCyclone»-Station macht den Nachkauf von Staubbeuteln damit obsolet. Und genauso schön: Mova gewährt auf sein Putzteufel eine dreijährige Garantie.

Zur Ausstattung: Der Saugmotor saugt mit einer Leistung von bsi zu 40000 Pascal. Die Folge von der hörbaren Performance: Schmutz wird auch aus tiefen Teppichfasern abgesaugt. Das Bürstensystem verwendet ausserdem für diese Tiefenreinigung zwei gegenläufige Rollen. Die vom Hersteller so benannte TurboWave-DuoBrush-Technologie verhindert damit auch das Verheddern von Haaren. Eine mechanische Eigenheit der Ultra-Version ist die «MaxiReachX»-Doppelverlängerung. Der Roboter kann sowohl die Seitenbürste (bis zu 12 cm) als auch den rechten Wischmopp (bis zu 16 cm) ausfahren. Damit erreichte er, soviel vorweg, im Test auch verzwickte Ecken und Kanten.
Wie bereits erwähnt kann sich der V70 Ultra auch unter flache Möbel durchrobben. Der verbaute LiDAR-Sensor kann dazu auf der Oberseite komplett in den Body versenkt werden. Dadurch schrumpft die Bauhöhe auf nur noch 8,8 Zentimeter. Und auch andersrum gibt’s zum V70 sichtbare Verbesserzungen: Für die Überwindung von Türschwellen nutzt der V70 Ultra nämlich ein zweistufiges Klettersystem, um Hindernisse von bis zu 9 Zentimetern quasi schrittweise zu überwinden.

Mova V70 Ultra Complete: 

© Mova

Inbetriebnahme und Software

Die Ersteinrichtung erfolgt digital über die herstellereigene Smartphone-App «MOVAhome». Nach der typischen Registrierung, aber noch vor den Grundeinstellungen, wird das Gerät zunächst auf neue Firmware-Updates geprüft. Wird die App fündig, wird das Systemupdate «over-the-air» eingespielt. Die Erstellung der Raumkarte benötigt unter komplexen Bedingungen gelegentlich zwei Anläufe. Probleme bereiteten gelegentlich Spiegelungen (z.B. Mamor, Vinyl respektiv Laminat) auf Böden. Warum? Dort vermutete die Software fälschlicherweise zusätzliche Räume, wo aber eben keine waren. Wird die Erfassung erfolgreich abgeschlossen, arbeitet die Kartierung präzise. Die App bietet zudem viele kleine, nützliche Einstellrädchen: Nutzer können virtuelle Wände, No-Go-Areas und selektive wischfreie Zonen exakt definieren. Die Reinigungsreihenfolge der Zimmer lässt sich variabel festlegen. Auch die Saugstufe und die Wassermenge sind für jeden Raum separat programmierbar. Zudem steuert die App das integrierte DuoSolution-System. Zwei unterschiedliche Reinigungsmittel lassen sich in der Station befüllen. Der Roboter dosiert diese je nach gewähltem Bodenbelag vollautomatisch.
Einfache Bedienung und Wartung: Die Bedienung erfolgt flüssig über das Smartphone. Am Gerät selbst befindet sich ein übersichtliches Bedienfeld für den Schnellstart sowie sofortigen Stopp. Die Steuerung läuft jedoch über die App. Die App informiert jederzeit per Push-Nachricht über den aktuellen Status. Clever: Wird der Roboter unbefugt angehoben, schlägt das Gerät sofort per integriertem Lautsprecher Alarm und sendet eine Diebstahlwarnung samt GPS-Standort an das Handy des Besitzers.
Die Basisstation übernimmt die komplette Reinigungspflege vollautomatisch. Nach dem Reinigungsvorgang werden die Wischpads in der Station mit 100 °C heissem Wasser gereinigt und sterilisiert. Anschliessend erfolgt eine leisere Trocknung mittels 70 °C Heissluft. Der abgesaugte trockene Schmutz wird in einem 3,5 Liter grossen Zyklonbehälter gesammelt. Dieser lässt sich entnehmen und ausleeren respektive unter fliessendem Wasser auswaschen. Der Nachkauf von Verbrauchsmaterialien entfällt.

Mova V70 Ultra Complete:  in der Ladestation

© Mova

Praxis-Test und Leistung

Auf Hartböden wie Parkett oder Fliesen arbeitete das Gerät in unserem einwöchigen Test absolut zuverlässig. Unseren Parcours, der aus feinen und groben Staub- sowie Schmutzpartikel bestand, wurden zuverlässig aufgenommen. Da der Roboter allerdings Schmutzwasser nicht direkt einsaugt, sondern «nur» im Gewebe der Pads bindet, wird der Schmutz bei auf der Fläche verdünnt. Hier hilft dann nur die manuelle Nachreinigung. Die oben erwähnten mechanisch ausfahrbaren Arme («MaxiReachX-Technologie») gelangten hierbei auch in enge Winkel und Kanten. Die Seitenbürste schiebt sich in Spalten ab einer Höhe von 3,8 cm. So säubert der Roboter auch Fussleisten. Auch Teppichböden wurde erkannt, die Saugleistung innert 1-2 Sekunden automatisch hochgefahren. Selbst aus dichten Teppichfasern holte die Doppelbürste Dreckrückstände heraus. An Teppichkanten liess der V70 Ultra vereinzelt schmale Streifen ungepflegt zurück.

Mova V70 Ultra Complete: im PCtipp-Test

© PCtipp

Zum Wischsystem:  Es arbeitet mit zwei rotierenden Mopps bei 300 Umdrehungen pro Minute. Der Anpressdruck liegt laut Spezifization bei 15 Newton. In der praxis reichte dies aus, um normale, eingetrocknete Flüssigkeiten wie Kaffeeflecken zu entfernen. Bei stark klebrigen oder (zu) grossflächige Rückstände stösst aber auch der V70 Ultra an seine Grenzen. Die sensorbasierte Hinderniserkennung kann laut Hersteller über 300 Objektarten identifizieren. Im Test wurden herumliegende Ladekabel, Hausschuhe und Kinderspielzeug zuverlässig erkannt und flüssig umfahren. Daumen hoch. Eine kleine Schwachstelle zeigt sich bei filigranen Metallgestellen, Stühlen oder Raumteilern. Wenn hier das Klettersystems «anspringt» und versucht, diese Scheinbarrieren (als Stufe) zu übersteigen, kann das Gerät kurz aus seinem Rhythmus kommen, wobei kurze Verzögerungen im Ablauf entstehen. Die Betriebslautstärke variiert je nach Saugstufe stark. Sie erreicht im maximalen Modus bis zu 69 Dezibel. Das entspricht in etwa dem doch auch wahrnehmbaren Geräuschpegel eines handelsüblichen, klassischen Staubsaugers. Der verbaute Lithium-Ionen-Akku hielt im Standardmodus rund 210 Minuten durch. Das reicht für Wohnflächen von deutlich über 150 Quadratmetern, ohne zwischenzuladen. Ein kompletter Ladevorgang an der Station (von 0 auf 100 Prozent) nimmt etwa 4,5 Stunden in Anspruch.

Saubermann: Der Mova V70 Ultra Complete 

© Mova

Fazit

Aufbauen, einrichten und loslegen: Der Mova V70 Ultra Complete ist ein saugstarker Haus- und Wohnungssauger mit cleverem XXL-Zubehörpaket. Gerade die beutellose Absaugstation arbeitet sauber, spart Folgekosten, und auch Reinigungszeit. Kurzum: ein Topgerät zu einem Toppreis.

Testergebnisse

Ausgezeichnet

Details: Saugroboter mit Station (beutellos, Mopp-Reinigung (100 °C) und Heisswasser (70 °C) mit Heisslufttrocknung, 42 x 46 x 47 cm), rotierendes Wischsystem, max. 40'000 Pa, versenkbarer Laserturm, Gerätehöhe: 8,8 cm, Kantenreinigung über ausfahrbaren Mopp und Bürste, Klettersystem bis zu 9 cm, max. 210 Min., Ladezeit: 4,5h, 3 Jahre Bring In
Strassenpreis: Fr. 1049.-
Gesehen bei: www.brack.ch

  • Saugkraft auf Hartböden, ausfahrbare Mechanik, beutellose Station, flache Bauform (versenkbarer Laserturm)
  • Bei zu klebrigen, öligen Substanzen manuell vorwässern, Station braucht Platz

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