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Lesedauer 3 Min.

Im Test – Logitech Mobi Fold

Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
© Logitech

Mit Trackpads komme ich nur bedingt zurecht. Bei meiner täglichen Arbeit mit InDesign und Textdokumenten benötige ich die Präzision und Ergonomie einer Maus. Deshalb verwende ich an Notebooks immer eine Maus. Da kommt mir ein ultrakompaktes Exemplar nur recht, das man überallhin mitnehmen kann.

Die Mobi Fold passt zusammengeklappt in jede Tasche

© Logitech

Die Eckwerte der Mobi Fold überzeugen: Verbindung per Bluetooth Low Energy, 4000-DPI-Sensor, vier Tasten und Touchscrollpanel, 32 Tage Laufzeit, 79 Gramm leicht, zusammengeklappt lediglich 6,6 × 5,7 × 2,1 cm gross (L × B × T). Doch von Zahlen allein lassen wir uns nicht beeindrucken. Eine Maus ist ein Werkzeug, und als solches muss sie im Arbeitsalltag tauglich sein.

Kein Klapp-Handy, sondern eine Maus: Die Mobi Fold

© Logitech

Geizige Ausstattung

Apropos Zahlen: Bei der Ausstattung überzeugen diese weniger. In der Verpackung findet sich genau etwas: die Maus. Kein Ladekabel, kein Dongle (diesen gibt es nur mit der Business-Variante). Ein Faltblatt informiert über die Inbetriebnahme. Die ist ein Kinderspiel. Lasche auf der Rückseite herausziehen, schon geht die Mobi Fold in den Pairing-Modus und kann mit einem Notebook oder PC gekoppelt werden. Das ist in wenigen Sekunden erledigt.

Praktische Anpassungsmöglichkeiten

Empfehlenswert ist die Installation der Logi-Options+-Software. Diese ermöglicht es, den Nager zu konfigurieren. So lassen sich etwa der Touch-Bildlauf, die Zeigergeschwindigkeit sowie die Belegung der zwei mittleren Tasten einstellen. Die Anwendung ist übersichtlich und intuitiv, die Anpassungsmöglichkeiten sind sinnvoll.

Per Logi-Options+-Software holt man mehr aus der Maus

© PCtipp

Ach, die Ergonomie …

Ich muss mit ihr mehrere Stunden ohne Handkrampf oder Sehnenscheidenentzündung arbeiten können. Diesen Punkt erfüllt die Mobi Fold nicht. Die Tasten drücken sich zu schwergängig, ein Doppelklick ist ein Kraftakt. Schon nach wenigen Minuten spüre ich die Anstrengung vom Finger bis zum Ellbogen. Die kantige Form fühlt sich auch nicht angenehm an. Immerhin sind die Klicks sehr leise.

Besser: Das Scrollen per Touch funktioniert präzise, leicht und angenehm – wenn auch nicht so perfekt wie mit einem Mausrad. Zudem arbeitet die Maus auf jeder Oberfläche, zur Not auf dem Bein, wenn Platzmangel im Zug herrscht. Der Zeiger reagiert flink und genau. Der Nager lässt sich sowohl in der linken als auch in der rechten Hand nutzen. Die angegebene Akkulaufzeit scheint realistisch, die Maus verbrauchte im Test nur sehr wenig Strom. Clever ist ausserdem, dass sich die Maus abschaltet, sobald sie zugeklappt wird. Geladen wird die Mobi Fold per USB-C.

Die Maus ist für Rechts- und Linkshänder geeignet

© Logitech

Fazit: noch nicht ausgereift

Die Idee hinter der Mobi Fold ist clever. Inbetriebnahme, Konfiguration und Klappmechanismus sind durchdacht. Leider scheitert es bei der Ergonomie. Das Klicken ist zu anstrengend, die Form zu kantig. Ich kann mit der Mobi Fold nicht längere Zeit arbeiten. So ist sie mehr Gadget als Werkzeug. Hinzu kommt der sehr hohe Preis von 75 Franken.

Testergebnis

Genügend

  • Installation, Klappmechanismus, Konfigurationsmöglichkeiten, bis zu 3 Verbindungen
  • Ergonomie, Tasten schwergängig, Preis

Details: 4 Tasten (2 programmierbar), Touchpanel zum Scrollen, 4000 DPI, optischer Sensor, Akkulaufzeit: 32 Tage, Bluetooth 5.0, USB-C-Port, Verbindung mit bis zu 3 Geräten möglich, 79 Gramm

Strassenpreis: Fr. 74.90

Gesehen bei: brack.ch

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