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Lesedauer 3 Min.

Mac-Tipp: Mela, die perfekte Rezeptsammlung

An Kochrezepten herrscht kein Mangel; an einer sinnvollen Ablage schon. Dabei ist Mela vielleicht das beste Kochbuch der Welt.

Das Kochbuch aller Kochbücher

© (Quelle: PCtipp.ch)

Hand aufs Herz: Wie viele Kochbücher setzen Staub an, weil daraus bestenfalls ein Dutzend Rezepte gekocht wurden? Wie viele Menüs aus Zeitschriften sind in Mäppli und Ordnern auf Nimmerwiedersehen weggesperrt? Wie viele Gerichte wollten Sie schon vor einer Ewigkeit kochen und haben das Rezept irgendwann aus den Augen verloren?

Was uns fehlt, ist ein persönliches Kochbuch, das nur die besten der besten Rezepte aus den verschiedensten Quellen vereint – und Mela bietet genau das. Die App wird für iOS, iPadOS und macOS angeboten; die Rezepte werden dann über iCloud mit der eigenen und anderen Apple-IDs synchronisiert, sodass einer waschechten Familienbibel für die Küche nichts mehr im Wege steht.

Scannen statt Tippen

Rezepte lassen sich in Mela von Hand erfassen, aber das sollte sich niemand antun. Stattdessen werden sie mit dem iPhone oder iPad fotografiert; anschliessend werden Textblöcke wie «Titel», «Rezept» oder «Anleitung» markiert.

Rezepte lassen sich scannen (links) und werden in Mela plakativ zur Schau gestellt

© Quelle: PCtipp.ch

Mela erkennt die Inhalte mit verblüffender Genauigkeit und legt sie in den richtigen Feldern ab. Masseinheiten wie «ml» oder «EL» werden automatisch fett ausgezeichnet. Sobald alles an seinem Platz ist, wird ein Foto geschossen, um der Tristesse entgegenzuwirken. Obwohl die Trefferquote der OCR-Erkennung sehr hoch ist, empfiehlt sich die Kontrolle der Zutatenliste, damit der Salzgehalt später stimmt. Ausserdem artet die Markierung der Elemente am iPhone in eine arge Fummelei aus. Deshalb werden die Rezepte vorzugsweise mit dem iPad erfasst oder später am Mac in Form gebracht.

Besser: Websites und YouTube

Wie überzeugend gesammelt wird, demonstriert Mela an den unzähligen Rezepte-Portalen. Am einfachsten suchen Sie in Safari ein Rezept bei den üblichen Verdächtigen: fooby.ch, bettybossi.ch, migusto.migros.ch, chefkoch.de und wie sie alle heissen mögen:

© Quelle: PCtipp.ch

Wird das aufgerufene Rezept über das Teilen-Menü eingespeist, …

© Quelle: PCtipp.ch

… erkennt Mela die Zutaten und die Anleitung. Besser geht’s nicht.

© Quelle: PCtipp.ch

Das funktioniert oft auch mit YouTube-Videos, wenn das Rezept vom Ersteller hinterlegt wurde. Und schliesslich lassen sich RSS-Streams abonnieren, die Mela mit einem Klick in der eigenen Datenbank speichert.

Gesucht und gefunden

Neben der Suchfunktion und der übersichtlichen Aufmachung sind die «Tags» (Etiketten) wichtig, wie «Auflauf» oder «Huhn». Jedem Rezept lassen sich beliebig viele Tags zuteilen, sodass in der Kategorie «Asiatisch» auch die «Suppe» erscheint, wenn beide Tags zugeteilt wurden.

Tags sind das Herzstück einer flexiblen, durchdachten Rezeptdatenbank

© Quelle: PCtipp.ch

Mela füttert mit den Zutaten auf Wunsch eine Einkaufsliste, die in die App Erinnerungen übertragen wird. Gerichte lassen sich favorisieren oder ein Kochplan im Kalender erstellen. Kurzum, die App ist gespickt mit unzähligen Details, die perfekt zu einem modernen Lebens- und Kochstil passen. Und dass auf ein Abo-Modell verzichtet wurde, macht die App umso sympathischer.

Fazit

Mela erwies sich in unserem Haushalt als Segen und brachte nach vielen Irrwegen endlich Ordnung in die Rezepte. Als erwünschter Nebeneffekt wurden abertausende (sauteure) Seiten mit Rezepten dem Altpapier überantwortet. Unzählige PDFs von Rezepten aus dem Internet wurden gelöscht. Ausserdem ist es dank Mela nicht mehr nötig, sich bei jeder Website mit Rezepten für ein Konto anzumelden, um sie zu speichern. Stattdessen reicht ein einfacher Klick. Allerdings: Einmal an Mela gewöhnt, gibt es kein Zurück mehr.

Info: Universal-App für iPhone und iPad für 5 Franken, Mac-Version für 10 Franken, Deutsch.

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