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Wie kriege ich Netflix auf meinen TV?

Lohnt sich Netflix für mich? Wozu verpflichte ich mich – und wie bringe ich Netflix am einfachsten auf meinen TV? Fragen über Fragen. Hier die Antworten.
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© Quelle: PCtipp.ch

Darauf haben Serienjunkies lange gewartet: Seit der Nacht auf den Donnerstag ist der US-Streaming-Dienst Netflix auch in der Schweiz verfügbar. In den USA ist Netflix unlängst Marktführer, nicht zuletzt wegen selbst produzierter Serien.

Was kostet Netflix?

Von Netflix stehen drei Abo-Optionen zur Wahl. Anfangs dürfen alle Interessierten den Dienst für einen Monat gratis testen.

Das günstigste Abo kostet Fr. 11.90 pro Monat. Damit ist unbegrenztes Streaming von Filmen und Serien auf einem Gerät möglich, jedoch nur in Standard-Auflösung. Für Fr. 12.90 steht Content in HD-Auflösung zur Verfügung, auf den pro Account zwei Geräte gleichzeitig zugreifen dürfen. Wer das Angebot auf bis zu vier Geräten (inklusive Ultra-HD-Inhalte) nutzen will, bezahlt Fr. 17.90 pro Monat.

Was erwartet mich?

Auf Netflix stehen mehr Serien als Filme zur Wahl. Erstmals gibt es Serien wie «Orange Is the New Black», «Fargo» und «From Dusk Till Dawn» im deutschsprachigen Programm zu sehen. Sogar die Erfolgsserie «House of Cards» schafft es in die Schweiz, wobei die Ausstrahlungsrechte zu den neueren Folgen derzeit noch beim Bezahlsender Sky liegen.

Das Filmangebot ist entsprechend eher bescheiden. Derzeit finden sich vielleicht 15 bis 20 der von IMDB am besten bewerteten Filme im Schweizer Netflix-Kanal.

Welche Sprachen stehen zur Wahl?

Die meisten Filme und Serien sind in der Originalsprache mit Untertiteln oder mit deutscher Tonspur aufrufbar.

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Wie kriege ich Netflix auf meinen TV?

Wie schnell muss meine Internetleitung sein?

Netflix gibt als Mindestvoraussetzung eine Internetverbindung mit 0,5 Mbit/s an. Das reicht aber sicher nicht für HD-Qualität. Für HD-Qualität ist eine Minimalgeschwindigkeit von 5 Mbit/s erforderlich. Wer Ultra HD (die vierfache HD-Auflösung) nutzen will, benötigt eine Leitung mit 25 Mbit/s.

Wie und womit spiele ich Netflix ab?

Netflix können Sie direkt am PC oder indirekt am TV abspielen.

Das Praktische an Netflix: Es stehen Apps auf sehr vielen Endgeräten zur Wahl: Die Unterstützung reicht von Smart-TVs, Spielkonsolen (wie PS3/PS4, Xbox 360/Xbox One und Wii/Wii U) bis hin zu Smartphone-Apps und Apple TV.

Wie kriege ich Netflix am einfachsten auf den TV?

Nachfolgend einige Beispiele, wie Sie Netflix auf einfache Weise zum TV bringen:

Naheliegend, sofern anwendungsfreundlich, ist natürlich die einfachste Variante mittels Netflix-App vom Smart-TV. Alternativ ist eine HDMI-taugliche Spielkonsole ebenfalls eine gute Wahl, um Netflix komfortabel bedienen zu können.

Wenn Sie ein Android-Tablet bzw. -Smartphone oder ein iPhone/iPad besitzen, können Sie sich für 50 Franken den Chromecast-Stick zulegen. Der an einem HDMI-Port anschliessbare Stick fungiert quasi als «Mini-Mediacenter». Inhalte der Netflix-App werden dann direkt auf den TV «gebeamt». Zudem ist die Navigation via Tablet/Smartphone äusserst praktisch.

Was muss ich bei der Ultra-HD-Auflösung beachten?

Wer ein Windows-8-Mediacenter in der Wohnstube rumstehen hat, kann aus dem Windows-Store die Netflix-App installieren oder direkt über die Netflix-Weboberfläche Inhalte abspielen. Für UHD-Inhalte sollte die Grafikkarte des Mediacenters einen HDMI-1.3-Port aufweisen, damit sich beim PC die Desktop-Auflösung auf die 4K-Anzeige umschalten lässt. Allerdings sind bisher noch kaum UHD-Inhalte auf Netflix vorhanden.

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Lohnt sich das Angebot?

Wozu verpflichte ich mich bei der Anmeldung?

Das Registrieren ist einfach. Man meldet sich mit E-Mail-Adresse und Passwort auf Netflix.ch an und wählt die individuelle Abo-Option. Bei erstmaliger Anmeldung lässt sich das Wunschabo testhalber einen Monat lang kostenlos nutzen. Abgerechnet wird via Kreditkarte oder PayPal. Die Laufzeit beträgt danach immer einen Monat. Man muss jedoch bei erstmaliger Anmeldung zwingend ein Konto einrichten. Kündigen kann man das Abo jederzeit auf einen Klick.

Ich erhalte ständig eine Fehlermeldung, woran liegts?

Selbst nach dem «Day One» ist teilweise immer noch mit einem grösseren Ansturm auf Netflix zu rechnen. Einige Nutzer auf Twitter und in Foren berichten von Fehlermeldungen bei der Registrierung. Ist man während der Registrierung mit der Meldung «Ihre Anfrage kann derzeit nicht bearbeitet werden» konfrontiert, sollte man es einfach zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen.

Kann ich Angebote herunterladen?

Nein. Es handelt sich um eine Streaming-Videothek. Inhalte bleiben jedoch für sehr lange Zeit bzw. quasi endlos lange abrufbar. Darin besteht das Konzept. Zumindest die Konkurrenz definiert es so: «Schau, wann du willst, zu welcher Zeit du willst.» Darauf pocht Netflix als einer der ersten Flatrate-Anbieter schon länger.

Verschiedene Profile

Netflix lässt bis zu fünf Profile pro Account zu. Die Oberfläche ist personalisierbar, damit jedem Nutzer individuelle Angebote angezeigt werden. Somit ist Netflix auch «familienfreundlich».

Was bietet die Konkurrenz?

UPC Cablecom ist Netflix mit «MyPrime» um zwei Wochen zuvorgekommen. Angeblich soll das vorläufige Angebot 2000 Filme beinhalten, wovon jedoch erst etwa ein Drittel aufgeschaltet ist. Bis Ende Jahr sollen es bis zu 10'000 Film- bzw. Serieninhalte sein. Cablecom hat an der Medienkonferenz prophezeit, dass man vom Filmangebot her vorwiegend auf Blockbuster-Filme setzen will. Zudem dürften uns voraussichtlich mehr Schweizer Produktionen auf MyPrime erwarten wie beispielsweise die Serie «Fässler-Kunz» und die Dok-Filme von SRF.

Was man sich vergegenwärtigen muss: Ein einziger Mietfilm aus den gewohnten On-Demand-Videotheken von Microsoft, Apple, Swisscom oder UPC Cablecom kostet fast so viel wie ein Monatsabo bei Netflix bzw. bei MyPrime.

Fazit: Probieren geht über Studieren

Was sicher für Netflix spricht, ist die vielseitige Zugänglichkeit und das Probierabo, auch wenn das Angebot hinsichtlich Filme noch überschaubar ist. Darüber hinaus ist Netflix im Ausland jederzeit nutzbar. Wer Serienjunkie und Fan von US-Eigenproduktionen wie «House Of Cards» ist, dem steht nichts im Wege, den Dienst mal auszuprobieren.

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