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Texte der Bundesverwaltung zugänglicher machen

Das Kompetenzzentrum Leichte Sprache feiert das einjährige Bestehen. Mit dieser Initiative wird die Inklusion von Personen mit Behinderungen gefördert, die eine Leseschwäche haben, indem Informationen der Verwaltung in Leichter Sprache zur Verfügung gestellt werden.
© (Quelle: KLS)

Im Rahmen der Behindertenpolitik 2023–2026 hat der Bundesrat mehrere Schwerpunktprogramme zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen initiiert. Angestrebt werden Verbesserungen in der Arbeitswelt und beim Wohnen oder auch ein besserer Zugang zu den digitalen Dienstleistungen des Bundes. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen die volle, unabhängige und gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Inklusion dank Leichter Sprache

Vor diesem Hintergrund wurde vor einem Jahr das Kompetenzzentrum Leichte Sprache (KLS) gegründet, das beim Sprachdienst des Eidgenössischen Departement des Innern angesiedelt ist. Drei Spezialistinnen für Übersetzung und Leichte Sprache in Deutsch, Französisch und Italienisch vereinfachen bestehende Informationen der gesamten Bundesverwaltung, die Menschen mit Behinderungen direkt betreffen oder dazu beitragen, deren Teilhabe an der Gesellschaft zu stärken. Konkret geht es etwa darum, schwierige Wörter, Passivkonstruktionen und Negationen zu vermeiden, auf Methapern zu verzichten und Ausssagen mit Beispielen zu illustrieren. Unter den Texten, die in Leichter Sprache zur Verfügung stehen, sind Erläuterungen zum Elektronischen Patientendossier, zur Inklusions-Initiative, zur umfassenden Beistandschaft und zu Naturgefahren.

Ein Gewinn für Menschen mit Leseschwierigkeiten

Von Texten in Leichter Sprache profitieren auch Menschen mit eingeschränkten Lesekompetenzen, z. B. Fremdsprachige oder Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. In der Schweiz sind 22 Prozent der Bevölkerung betroffen. Neben der Übersetzungstätigkeit arbeitet das KLS zudem mit Fachleuten zusammen, die sich in der Schweiz auf Leichte Sprache spezialisiert haben, insbesondere an Universitäten, und es verfolgt die technologischen Entwicklungen und die Forschung in dem Bereich. So evaluiert es die Möglichkeiten, die künstliche Intelligenz bietet, um Texte zu vereinfachen.

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