Telefónica baut ein temporäres Mobilfunknetz für das Oktoberfest
Wenn vom 19. September bis 4. Oktober in München das Oktoberfest stattfindet, kommt dort auch eine grosse Herausforderung auf die Mobilfunknetzbetreiber zu. Denn die Millionen Besucher, aber auch Personal und Einsatzkräfte müssen auf der Theresienwiese und im Umfeld mit stabilen und schnellen Verbindungen zum Streamen, Telefonieren und Navigieren versorgt werden.
Laut Telefónica Deutschland zählt das Oktoberfest zu den datenintensivsten Grossveranstaltungen Deutschlands. Im Vorjahr transportierte das Mobilfunknetz der Münchner 230'000 Gigabyte Daten. An Wochenenden flossen mehr als 40'000 Gigabyte innerhalb von nur zwei Tagen durch das Netz. Ein Vergleich zeigt die Zunahme des Datenverkehrs: Das ist genauso viel wie während der gesamten 18 Wiesn-Festtage im Jahr 2017.
Um den Datenhunger zu befriedigen, errichtet Telefónica Deutschland vor Ort ein temporäres Mobilfunknetz mit 21 zusätzlichen Standorten mit 54 Netzelementen. Darüber hinaus verbessern nur bei diesem Netzbetreiber innovative 5G-Strassenleuchten des Partners 5G Synergiewerk rund um das Gelände die Versorgung auf den Zu- und Abwegen der Wiesn. Sie bleiben auch nach dem Event permanent in Betrieb.
Netz auch in den Zelten
Um auch bei hoher Auslastung eine stabile Versorgung sicherzustellen, befinden sich Mobilfunkanlagen direkt in zehn grossen Festzelten. Dazu gehören das Armbrustschützen-Festzelt, das Winzerer Fähndl, die Käfer Wiesn-Schänke, der Schottenhamel, das Hacker-Festzelt, das Hofbräu-Festzelt, die Ochsenbraterei, das Löwenbräu-Festzelt, die Bräurosl und das Schützen-Festzelt.
«Das Oktoberfest ist heute so digital wie nie zuvor. Besucher teilen Videos, navigieren über ihr Smartphone, verabreden sich per Messenger oder bestellen ihre Heimfahrt per App. Deshalb errichten wir eigens für die Wiesn für zwei Wochen ein zusätzliches Mobilfunknetz, mit dem wir auch eine deutsche Kleinstadt versorgen könnten. Mit neuen Lösungen wie den 5G-Strassenleuchten stärken wir zudem die Versorgung vom Festgelände bis zu den An- und Abreisewegen. Das sorgt für ein besseres Netzerlebnis der Besucherinnen und Besucher und unterstützt die Kommunikation von Sicherheits- und Rettungskräften», sagt Matthias Johannes, Gruppenleiter Special Projects von Telefónica Deutschland.
An Spitzentagen bewegen sich Hunderttausende Menschen gleichzeitig über das Oktoberfestgelände. Anonymisierte und aggregierte Mobilfunkdaten helfen dabei auch, Besucherströme besser zu verstehen und Engpässe frühzeitig zu erkennen. So zeigte die Wiesn-Analyse von Telefónica und Invenium Data Insights des Vorjahres unter anderem einen Besucherhöchststand von rund 640'000 Menschen an einem einzigen Tag. Zudem wird das Oktoberfest laut Analyse immer internationaler: Mittlerweile kommt fast jeder dritte Besucher aus dem Ausland, allen voran aus den USA, Italien und Grossbritannien.
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