Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Phishing im Zusammenhang mit Verkäufen auf Ricardo.ch

Cyberkriminelle nutzen gezielt Verkaufsinserate auf Ricardo.ch, um Inserierende mit einer Kombination aus echten und gefälschten Nachrichten zu täuschen. Dabei versuchen sie, an die TWINT-Nummer und den TWINT-PIN der Betroffenen zu gelangen, um missbräuchliche Zahlungen vorzunehmen.
© Cybercrimepolice

cybercrimepolice.ch der Kantonspolizei Zürich muss wieder eine Warnung aussprechen. Diesmal geht es um Betrug im Zusammenhang mit Verkäufen auf Ricardo.ch

Die Betrugsmasche

Cyberkriminelle reagieren mit gefälschten oder kompromittierten Benutzerkonten auf legitime Inserate auf Ricardo.ch und stimmen einem Kauf des angebotenen Artikels zu. Dadurch wird ein regulärer Verkaufsprozess ausgelöst.

In der Folge erhalten die Nutzenden echte E-Mails von Ricardo.ch, in welcher sie über den Verkauf informiert werden. Diese legitime Nachrichten nutzen die Betrüger gezielt aus, um Vertrauen zu schaffen.

Unmittelbar darauf versenden die Cyberkriminellen eine betrügerische E-Mail im Design von Ricardo.ch. Häufig weicht die Absenderadresse jedoch von der legitimen E-Mail-Adresse des Plattformbetreibers ab, was auf eine Fälschung hindeuten kann.

Zeitgleich kontaktieren die Täter die Betroffenen häufig über WhatsApp oder einen anderen Messenger und erkundigen sich, ob die E-Mail zur Zahlungsbestätigung eingegangen sei. Mit dieser zusätzlichen Kontaktaufnahme versuchen sie, den Eindruck eines legitimen Vorgehens zu erwecken und gezielt Druck aufzubauen.

Wird der Link in der gefälschten E-Mail geöffnet, gelangen die Betroffenen auf eine Phishing-Website, die optisch stark an die Originalseite von Ricardo.ch angelehnt ist. Danach werden sie aufgefordert, das Finanzinstitut auszuwählen, bei dem sie ihren TWINT-Account haben.
 

© Cybercrimepolice

Die nachfolgenden Webseiten sind im Design des gewählten Finanzinstituts gestaltet, auf welchen die Nutzenden dazu aufgefordert werden, ihre TWINT-Nummer sowie folgend den TWINT-PIN einzugeben.

Wer diese Angaben erfasst, übermittelt sie direkt an die Cyberkriminellen. Dadurch können die Täter den TWINT-Account übernehmen und für missbräuchliche Zahlungen nutzen.

Was muss ich tun

  • Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
  • Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- resp. Spam-Ordner.
  • Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS, etc. oder von anderen Websites, da diese optisch verändert sein können.
  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
  • Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität des E-Mails zu klären.

Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Ändern Sie umgehend das Passwort Ihres Bank-/TWINT-Accounts sowie aller weiteren Konten, für die Sie dieselben Zugangsdaten verwenden.
  • Überprüfen Sie Ihre Konten auf verdächtige Aktivitäten.
  • Kontaktieren Sie umgehend die Kundendienste der involvierten Finanzinstitute, falls ein Missbrauch nicht ausgeschlossen werden kann.
  • Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.

Kommentare

Phishing Internet & Sicherheit Sicherheit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

In eigener Sache
Kurze Newsletter-Sommerpause
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die PCtipp-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026
Zoom führt Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein
Zoom hat ein neues KI-gestütztes Feature für Echtzeit-Übersetzungen in den Zoom Meetings gelauncht. Teilnehmer können damit in ihrer eigenen Sprache sprechen, während die anderen sie in ihrer Sprache hören.
3 Minuten
27. Jul 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 29
In der Kalenderwoche 29 vom 13. bis zum 19. Juli 2026 standen die Artikel «Kleiner Excel-Spick von Microsoft» und «Finanzen im Griff» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.
2 Minuten
24. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich
Das MC03 des Schweizer Unternehmens Punkt ist ein Smartphone, das mit dem Android-basierten Betriebssystem Aphy OS konsequent auf Datenschutz und Kontrolle durch den Anwender ausgerichtet sein soll. Es ist ab sofort in Europa erhältlich.
2 Minuten
6. Jul 2026
Publireportage
Eine Kamera. Alles im Blick: Die Reolink OMVI 3i PoE
Die neue Reolink OMVI 3i PoE (P931) vereint eine 180°-Panoramakamera mit einem motorisierten PT-Objektiv. So behält die smarte Kamera gleichzeitig das grosse Ganze im Blick und verfolgt Bewegungen in Echtzeit. Sie ist ab sofort für 279 Fr. bei digitech.ch erhältlich.
4 Minuten
6. Jul 2026
E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare