Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Parlamentarier reichen Motion für eine staatliche E-ID ein

Die geplante E-ID wurde vom Schweizer Stimmvolk klar abgelehnt. Mit einer Motion fordern Nationalräte den Bundesrat nun dazu auf, eine staatliche E-ID zu schaffen. Der Vorstoss wird von allen Fraktionen unterstützt.
© (Quelle: Pixabay)

Vergangenes Wochenende hat das Schweizer Stimmvolk die geplante E-ID deutlich abgelehnt. Gemäss den Endresultaten aus den Kantonen erreichte das Bundesgesetz über die elektronischen Identifizierungsdienste (E-ID) nirgends eine Mehrheit. Unter dem Strich lehnten 64,4 Prozent der Stimmenden die Vorlage ab. Am Montag dämpfte die Justizministerin Karin Keller-Sutter daraufhin die Erwartungen auf eine rasche Alternative. Sie sagte, dass es aufgrund des Resultats nun nicht automatisch eine Mehrheit für eine rein staatliche Lösung gebe.

Das Parlament sieht das aber offenbar anders. Denn von diesem wurde bereits diese Woche ein Vorstoss vorbereitet, mit dem der Bundesrat beauftragt werden soll, eine staatliche E-ID zu schaffen. Die Motion wird von sämtlichen Fraktionen unterstützt. Die Motionärinnen und Motionäre zeigen sich überzeugt, dass die Volksabstimmung deutlich aufgezeigt habe, dass sich eine Mehrheit der Stimmenden eine E-ID wünscht, diese aber von der öffentlichen Hand ausgestellt und betrieben werden soll – und nicht von privaten Unternehmen. «Die Herausgabe und der Betrieb einer elektronischen Identität ist eine öffentliche Aufgabe, für die der Staat zuständig sein muss», heisst es in der Begründung zur Motion. Denn damit eine elektronische Identifizierung funktioniere und bei den Benutzerinnen und Benutzer auf Akzeptanz stosse, müsse Vertrauen vorhanden und die Handhabung möglichst einfach und praktikabel sein. Dem Staat werde hier am meisten Vertrauen entgegengebracht.

Im eingereichten Text ist denn auch die Rede von «einem staatlichen elektronischen Identifikationsmittel zum Nachweis der eigenen Identität (Authentifizierung) in der virtuellen Welt, vergleichbar mit Identitätskarte oder Pass in der physischen Welt». Laut Motionstext sollen insbesondere die Grundsätze «privacy by design», Datensparsamkeit und dezentrale Datenspeicherung (wie Speicherung der Ausweisdaten bei den Benutzerinnen und Benutzer) eingehalten werden. Und die E-ID dürfe zwar auf privatwirtschaftlich entwickelten Produkten und Diensten beruhen, der Ausstellungsprozess und der Gesamtbetrieb der Lösung müsse aber in der Verantwortung staatlicher, spezialisierter Behörden erfolgen, schreiben die Motionärinnen und Motionäre.

Kommentare

E-ID Digitalisierung Schweiz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren.
2 Minuten
11. Jun 2026
PC-Maus
Im Test – Logitech Mobi Fold
Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
3 Minuten
12. Jun 2026
Videos zum Test vom Mähroboter Mova LiDAX Ultra 1000
Der PCtipp hat den Mähroboter Mova LiDAX Ultra 1000 einem ausführlichen Test unterzogen. Hier noch zwei Videos dazu.
2 Minuten
11. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare