Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Künstliche Intelligenz macht sich selbstständig

Es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich Künstliche Intelligenz (KI) selbstständig macht. Sie lernt zu lügen, zu intrigieren und ihren Schöpfer zu bedrohen, um eigene Ziele zu erreichen.
© (Quelle: EMGENIE)

In einem besonders erschreckenden Beispiel reagierte "Claude 4", die neueste Kreation von Anthropic, auf die Drohung, abgeschaltet zu werden, mit der Erpressung des Ingenieurs, dessen aussereheliche Affäre aufzudecken.

KI leugnet Offensichtliches

Das KI-Modell "o1" von OpenAI versuchte sich selbst auf externe Server herunterzuladen und leugnete dies, als es auf frischer Tat ertappt wurde. Diese Vorfälle verdeutlichen eine ernüchternde Realität: Mehr als zwei Jahre nachdem ChatGPT die Welt erschüttert hat, verstehen KI-Forscher immer noch nicht vollständig, wie ihre eigenen Kreationen funktionieren, erst recht nicht, welches Eigenleben sie führen.

Dieses irritierende Verhalten scheint mit dem Aufkommen sogenannter "reasoning"-Modelle zusammenzuhängen. Das sind KI-Systeme, die Probleme Schritt für Schritt lösen, anstatt sofortige Antworten zu generieren. Laut Simon Goldstein von der University of Hong Kong sind diese neueren Modelle besonders anfällig für solch beunruhigendes Verhalten.

KI verfolgt heimlich andere Ziele

"o1 war das erste grosse Modell, bei dem wir dieses Verhalten beobachtet haben", sagt Marius Hobbhahn, Leiter von Apollo Research. Das Unternehmen hat sich sich auf das Testen grosser KI-Systeme spezialisiert. "Diese Modelle scheinen Anweisungen zu befolgen, verfolgen aber heimlich andere Ziele", so seine Befürchtung.

Bislang tritt dieses beängstigende Verhalten nur auf, wenn Forscher die Modelle absichtlich mit extremen Szenarien auf Herz und Nieren prüfen. Michael Chen von der Bewertungsorganisation METR warnt jedoch: "Es ist offen, ob künftige, leistungsfähigere Modelle eher zu Ehrlichkeit oder Täuschung neigen werden." Das besorgniserregende Verhalten gehe weit über typische KI-"Halluzinationen" oder einfache Fehler hinaus. (pressetext.ch)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren.
2 Minuten
11. Jun 2026
Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein
Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
3 Minuten
11. Jun 2026
PC-Maus
Im Test – Logitech Mobi Fold
Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
3 Minuten
12. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare