Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI hilft in Zukunft beim Müllsammeln im Meer

Ein neues Detektionssystem von Forschern der EPFL Lausanne, des Swiss Data Science Center und weiterer Schweizer Institutionen sowie der Universität Wageningen nutzt KI und Satellitenbilder zur präzisen Ortung von Müllbergen im Meer.
© (Quelle: GeminiThemenbild KI gegen Müll im Meer)

Das Verfahren namens "AI for Detecting Ocean Plastic Pollution with Tracking" (ADOPT) soll vor allem das Einsammeln von Plastik künftig vereinfachen.

Hochauflösende Bilder 24/7

Genauer gesagt besteht die Innovation aus zwei Systemen. "Das eine dient dazu, Müllstrudel durch die Analyse von Satellitenbildern zu identifizieren, und das andere sagt vorher, wohin die Strudel bis zum Eintreffen der Reinigungs-Teams, in der Regel innerhalb von 24 Stunden, getrieben sein werden", erklärt EPFL-Wissenschaftler Emanuele Dalsasso. Das ADOPT-Team nutzt zunächst die frei zugänglichen Bilder der Sentinel-2-Satelliten der der Europäischen Weltraumorganisation.

Diese überfliegen einen bestimmten Punkt im Ozean jedoch nur einmal alle sechs Tage, und ihre Bilder haben eine Auflösung von nur zehn Metern. Um diese beiden Nachteile auszugleichen, nutzt das KI-System Daten von Hunderten von Nanosatelliten von Planet Labs, die täglich Bilder mit einer Auflösung von drei bis fünf Metern sammeln. Das Ergebnis ist ein KI-gesteuerter Detektor, der Daten aus beiden Quellen bezieht und täglich mit hochauflösenden Bildern aktualisiert wird.

Maschinenlernen als Vorteil

ADOPT kann allerdings nur grosse Ansammlungen von Plastik und anderen Abfällen erkennen. Es verfolgt Müllstrudel, darunter die langen Reihen von Abfällen, die als "Windrows" bekannt sind und sich über Hunderte von Metern erstrecken können. Ist Müll entdeckt worden, gilt es vorherzusagen, wohin dieser bis zum Eintreffen der Reinigungs-Teams treiben wird.

"Ich greife dazu auf weitverbreitete Modelle zur Vorhersage von Windrichtungen und Strömungen zurück und wende dann maschinelles Lernen an, um sie zu korrigieren, da die Modelle oft Verzerrungen aufweisen", sagt der Computerwissenschaftler Christian Donner vom Swiss Data Science Center. So lassen sich präzise Navigationsdaten an die Müllsammelschiffe übermitteln, betont der Forscher. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren.
2 Minuten
11. Jun 2026
Videos zum Test vom Mähroboter Mova LiDAX Ultra 1000
Der PCtipp hat den Mähroboter Mova LiDAX Ultra 1000 einem ausführlichen Test unterzogen. Hier noch zwei Videos dazu.
2 Minuten
11. Jun 2026
Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein
Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
3 Minuten
11. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare