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Lesedauer 2 Min.

Jetzt ist es für die MMS auch bei O2 Telefónica vorbei

Als letzter der vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber hat jetzt auch O2 Telefónica angekündigt, zum 1. Juli den MMS-Dienst einzustellen. Als Alternative steht unter anderem der modernere Standard RCS bereit
MMS auf Sony Ericsson

Handy-Nostalgie: Eine MMS auf dem Sony Ericsson K600i

© Telefónica Deutschland

Zum 1.Juli dieses Jahres ist die MMS auch bei O2 Telefónica Mobilfunkgeschichte. Damit folgen die Münchner Vodafone, wo der Multimedia Messaging Service schon im Januar 2023 eingestellt wurde, sowie der Telekom und 1&1, die vor Kurzem die Abschaltung zum 30. Juni 2026 angekündigt hatten.

In der Schweiz ist man da schon weiter. Hier hat Sunrise als letzter Anbieter MMS im März 2024 eingestellt.

Die Marke O2 führte die MMS im November 2002 ein. In den Folgejahren entwickelte sich die MMS zu einem Experimentierfeld für neue mobile Dienste. Angebote wie «MMS to Postcard» machten aus einer digitalen Nachricht eine physische Postkarte; bei «MMS to Sticker» wurde das Handyfoto zur Stickerkarte. Mit der wachsenden Verbreitung von Kamerahandys etablierte sich MMS als Übertragungsweg für Urlaubsfotos, Geburtstagsgrüsse oder spontane Schnappschüsse unterwegs. Mit dem Siegeszug der Smartphones und der darauf installierten Messager wie WhatsApp wurden aber auch bei O2 immer weniger MMS verschickt, so dass der Dienst heute nach über 20 Jahren überflüssig ist. 

Als moderner Nachfolger steht mit Rich Communication Services (RCS) ein zeitgemässerer Messaging-Standard zur Verfügung. Er ermöglicht direkt in der Nachrichten-App unter anderem den Versand von Bildern, Videos und grösseren Dateien, sowie das Aufsetzen von Gruppenchats. Voraussetzung ist, dass Gerät, Betriebssystem, Nachrichten-App und Netz den Dienst unterstützen. Für Unternehmen steht zudem die Variante Rich Business Messaging zur Verfügung, über die Unternehmen Informationen an ihre Kunden schicken können.

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