Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Internet-Glasfaserkabel registrieren Erdbeben

Forscher der ETH Zürich und die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) wollen die bestehenden Internet-Glasfaserkabel grossflächige zur Überwachung von Erdbeben, Lawinen oder Felsbewegungen nutzen.

Grafik von den Radar-Messungen (oben) und den Messungen an unterirdischen Glasfaserkabeln.

© (Quelle: Nayan Gurung)

Verräterische Schockwellen

Konkret geht es um die Erfassung von Schockwellen an den unterirdischen Glasfaserkabeln. So führen Bodenwellen zu extrem kleinen Dehnungen und Stauchungen in den optischen Fasern. Das sogenannte "Distributed Acoustic Sensing" misst diese Verformungen in Echtzeit und bestimmt sogar ihren Ursprung in der Faser auf einige Meter genau. Da Glasfasern oft viele Kilometer lang sind, lassen sich Naturgefahren aus der Distanz einfach feststellen.

Die Experten nutzen hierfür eine "Dark Fiber", also eine ungenutzte Faser in einem Telekom-Kabel. Daran schliessen sie ein Gerät an, den Interrogator, das Laserimpulse durch die Dark Fiber sendet. Verformt diese sich irgendwo minimal, kommen die Impulse verändert zurück. Die Methode lässt sich überall dort einsetzen, wo Glasfaserkabel für die Kommunikation im Boden stecken, beispielsweise entlang von Bahnlinien.

Herausfiltern bleibt Challenge

Eine Herausforderung für die Forscher ist, aus den zahllosen anderen Erschütterungen durch Züge, Verkehr oder Flüsse die gesuchten Signale herauszufiltern. Dazu hat WSL-Doktorandin Jiahui Kang mithilfe Künstlicher Intelligenz einen Algorithmus entwickelt, der die Signale automatisch erkennt. Er konnte 95 Prozent der Felsbewegungen korrekt identifizieren. Details zum Projekt berichten die Forscher im Fachjournal "Geophysical Research Letters". (pressetext.com)

Kommentare

Glasfaser Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren.
2 Minuten
11. Jun 2026
Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein
Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
3 Minuten
11. Jun 2026
PC-Maus
Im Test – Logitech Mobi Fold
Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
3 Minuten
12. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare