Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Hightech-Implantat lässt Blinde wieder sehen

Forscher der Stanford University, der Universität Bonn und des UPMC Vision Institute haben mit "PRIMA" ein revolutionäres Implantat für Sehbehinderte entwickelt.

Schematisches Prinzipbild der neuen Sehhilfe "PRIMA"

© (Quelle: Illustration: Science Corporation)

Konkret handelt es sich um ein nur zwei Mal zwei Millimeter grosses drahtloses Netzhautimplantat, das das zentrale Sehvermögen bei Patienten mit fortgeschrittener altersbedingter Makuladegeneration, die nahezu blind sind, wiederherstellt. Es wird zentral auf der Netzhaut platziert.

Eine an einer Spezialbrille angebrachte Kamera nimmt Bilder auf, etwa die Wörter in einem Buch. Diese werden mit unsichtbarem Nahinfrarotlicht auf das Implantat projiziert. Es wandelt das Licht in elektrische Pulse um, die zum Gehirn fliessen und dort als Wörter interpretiert werden – so, wie es mit den Signalen geschieht, die die natürlichen Fotorezeptoren liefern. Die Patienten können die Zoom- und Kontrasteinstellungen anpassen, um das funktionelle Sehvermögen zu verbessern.

Test in fünf europäischen Ländern

Das Implantat ist an 38 Menschen ab 60 Jahren mit Makuladegeneration an 17 Standorten in fünf europäischen Ländern getestet worden: Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Anfängliche Probleme waren nach einem Jahr abgeklungen und die Mehrheit der Teilnehmer zeigte eine signifikante Verbesserung ihrer Fähigkeit, Buchstaben auf einer Tafel zu lesen, berichten die Wissenschaftler.

Ein Teilnehmer verbesserte sich um 59 Buchstaben oder zehn Zeilen, die er gleichzeitig im Blickfeld hatte. "Mehr als 80 Prozent der Patienten konnten Buchstaben und Wörter lesen, und einige von ihnen lesen sogar Seiten in einem Buch. Das hätten wir uns zu Beginn dieser Reise, die wir vor 15 Jahren begonnen haben, wirklich nicht träumen lassen", so José-Alain Sahel, Direktor des UPMC Vision Institute. Hersteller Science Corporation hat die Zulassung für den klinischen Einsatz in Europa und den USA beantragt. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Zoom führt Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein
Zoom hat ein neues KI-gestütztes Feature für Echtzeit-Übersetzungen in den Zoom Meetings gelauncht. Teilnehmer können damit in ihrer eigenen Sprache sprechen, während die anderen sie in ihrer Sprache hören.
3 Minuten
27. Jul 2026
In eigener Sache
Kurze Newsletter-Sommerpause
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die PCtipp-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026
Schweizer KI-Innovation schliesst die Lücke zwischen Denken und Handeln
Die Schweiz macht erneut mit einer spannenden KI-Innovation auf sich aufmerksam. Das Zürcher Unternehmen Gieni bringt mit GieniABX ein Agentensystem auf den Markt, das einen Schritt weiter gehen soll als klassische Chatbots oder KI-Assistenten. 
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich
Das MC03 des Schweizer Unternehmens Punkt ist ein Smartphone, das mit dem Android-basierten Betriebssystem Aphy OS konsequent auf Datenschutz und Kontrolle durch den Anwender ausgerichtet sein soll. Es ist ab sofort in Europa erhältlich.
2 Minuten
6. Jul 2026
Publireportage
Eine Kamera. Alles im Blick: Die Reolink OMVI 3i PoE
Die neue Reolink OMVI 3i PoE (P931) vereint eine 180°-Panoramakamera mit einem motorisierten PT-Objektiv. So behält die smarte Kamera gleichzeitig das grosse Ganze im Blick und verfolgt Bewegungen in Echtzeit. Sie ist ab sofort für 279 Fr. bei digitech.ch erhältlich.
4 Minuten
6. Jul 2026
E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare