Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Fortschritte bei der Stärkung der Cybersicherheit in der Schweiz

Die Schweiz kommt bei der Stärkung der Cybersicherheit voran. Der aktuelle Umsetzungsbericht zur Nationalen Cyberstrategie (NCS) dokumentiert den Stand der Arbeiten im Jahr 2025 und zeigt, dass in den laufenden Vorhaben Fortschritte erzielt wurden.
© BACS

Zudem zeigt der Bericht auf, mit welchen Massnahmen der zunehmenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich der Cybersicherheit begegnet wird. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 20. Mai 2026 über den Bericht informiert.

Die Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie (NCS) wurde 2025 in einem geopolitisch anspruchsvollen Umfeld weitergeführt. Der Umsetzungsbericht des Steuerungsausschusses NCS (StA NCS) dokumentiert die Fortschritte in allen fünf strategischen Zielen (die Selbstbefähigung der Bevölkerung, die Sicherheit digitaler Dienstleistungen und kritischer Infrastrukturen, die Abwehr und Bewältigung von Cyberangriffen, die Bekämpfung der Cyberkriminalität sowie die internationale Zusammenarbeit). Das Portfolio der NCS umfasste im Berichtsjahr über 90 Vorhaben, die von mehr als 70 Umsetzungspartnern getragen werden.

Zu den Schwerpunkten des Berichts gehört auch der Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI), die zunehmend Einfluss auf die strategischen Ziele hat: Sie verändert die Bedrohungslage ebenso wie die Möglichkeiten zur Verteidigung. Der Bericht legt dar, mit welchen Massnahmen die zuständigen Stellen auf KI-gestützte Angriffe reagieren und wie KI gezielt für die Cyberabwehr nutzbar gemacht werden soll. 2025 wurden KI-bezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte lanciert sowie Sensibilisierungsmassnahmen zum Missbrauch von KI intensiviert. Mit der Ratifizierung der KI-Konvention des Europarats hat der Bundesrat zudem wichtige regulatorische Leitplanken gesetzt.

Schutz kritischer Infrastrukturen ausgebaut

Seit Inkrafttreten der Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen am 1. April 2025 sind beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) 222 Meldungen eingegangen. Sie verbessern die nationale Lagebeurteilung und ermöglichen eine koordinierte Reaktion auf Bedrohungen. Parallel dazu wurden spezialisierte Cyber Security Centres in Gesundheitswesen, Finanzsektor und Bahnverkehr weiter aus- und aufgebaut. Der Cyber Security Hub als zentrale Austauschplattform vernetzt heute über 1'600 Organisationen und rund 6'000 Nutzerinnen und Nutzer. Das Bug-Bounty-Programm des Bundes und weitere Schwachstellenmanagement-Initiativen wurden fortgeführt.

Bildung, Sensibilisierung und Cyberkriminalitätsbekämpfung

Programme wie das Fellowship des Cyber-Defence Campus, die «Cyber Startup Challenge» und die nationale Kampagne S-U-P-E-R.ch stärken die Kompetenzen von Bevölkerung, Unternehmen und Behörden. In der Strafverfolgung verbessern Gremien wie Cyber-CASE, Cyber-STRAT und NEDIK den Austausch und ermöglichen eine raschere Bearbeitung digitaler Straftaten. International stärkte die Schweiz mit Anlässen wie der «Geneva Cyber Week» und der «Global Conference on Cyber Capacity Building» den Cyber-Standort Genf und engagierte sich in UNO- und OSZE-Prozessen.

Der Bericht wurde vom StA NCS in Zusammenarbeit mit dem BACS erarbeitet. Der StA NCS informiert Bundesrat, Kantone und Öffentlichkeit jährlich über den Stand der Umsetzung.

Bericht zur Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie (NCS) 2025 - PDF1.53 MB20. Mai 2026

Kommentare

Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

In eigener Sache
Kurze Newsletter-Sommerpause
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die PCtipp-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026
Schweizer KI-Innovation schliesst die Lücke zwischen Denken und Handeln
Die Schweiz macht erneut mit einer spannenden KI-Innovation auf sich aufmerksam. Das Zürcher Unternehmen Gieni bringt mit GieniABX ein Agentensystem auf den Markt, das einen Schritt weiter gehen soll als klassische Chatbots oder KI-Assistenten. 
4 Minuten
Zoom führt Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein
Zoom hat ein neues KI-gestütztes Feature für Echtzeit-Übersetzungen in den Zoom Meetings gelauncht. Teilnehmer können damit in ihrer eigenen Sprache sprechen, während die anderen sie in ihrer Sprache hören.
3 Minuten
27. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich
Das MC03 des Schweizer Unternehmens Punkt ist ein Smartphone, das mit dem Android-basierten Betriebssystem Aphy OS konsequent auf Datenschutz und Kontrolle durch den Anwender ausgerichtet sein soll. Es ist ab sofort in Europa erhältlich.
2 Minuten
6. Jul 2026
Publireportage
Eine Kamera. Alles im Blick: Die Reolink OMVI 3i PoE
Die neue Reolink OMVI 3i PoE (P931) vereint eine 180°-Panoramakamera mit einem motorisierten PT-Objektiv. So behält die smarte Kamera gleichzeitig das grosse Ganze im Blick und verfolgt Bewegungen in Echtzeit. Sie ist ab sofort für 279 Fr. bei digitech.ch erhältlich.
4 Minuten
6. Jul 2026
E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare