Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Forscher nutzen Bioabfall für neuen Alkohol

Ein neues Verfahren von Forschern der University of Illinois Urbana-Champaign spart die Verwendung von Nahrungsmitteln als Rohstoff bei der Herstellung von Ethanol künftig aus.

Professor Yong-Su Jin, University of Illinois Urbana-Champaign

© (Quelle: Fred Zwicky)

Denn zum Einsatz kommen statt Zuckerrohr und Mais lediglich Bioabfälle. Der Hefestamm Saccharomyces cerevisiae ist der wichtigste Helfer der Bierbrauer. Er verwandelt Zucker in Alkohol. Auch abseits der Genuss- und Vieltrinker ist die Hefe gefragt, etwa zur Herstellung von Alkohol für die Mobilität. In Brasilien etwa werden grosse Mengen an Zuckerrohr in Sprit für Autos umgewandelt, in den USA ist meist Mais der Rohstoff.

Hefestämme statt Solisten

Die Experten haben versucht, die Bierhefe genetisch so zu manipulieren, dass sie auch über Xylose herfällt und auch sie in Alkohol verwandelt. Doch Glukose blieb das Lieblingsnahrungsmittel, sodass die Ausbeute an Alkohol unwirtschaftlich klein blieb. Yong-Su Jin und sein Kollege Ting Lu verfolgten eine andere Idee. Wenn man zwei Hefen einsetzten könnte, von denen eine Glukose, die andere Xylose verstoffwechselt, müsste sich die Ausbeute drastisch erhöhen lassen, glaubten sie.

"Wir haben daraufhin eine künstliche mikrobielle Gemeinschaft aufgebaut, die aus zwei manipulierten Hefestämmen besteht: einem Glucose-Spezialisten und einem Xylose-Spezialisten. Meine Gruppe widmet sich also dem Design, der Analyse und der Entwicklung synthetischer mikrobieller Gemeinschaften, die auf Glykose beziehungsweise Xylose spezialisiert waren", so Lu.

Produktion stark gesteigert

In zahlreichen Experimenten haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass zum Prozessbeginn die Xylose-Hefe eingesetzt werden sollte. Wenn sich 14 bis 29 Stunden später die Glukose-Spezialisten dazugesellten, steigerte sich die Ethanol-Produktion dramatisch. Der Ertrag liess sich so mehr als verdoppeln.

(pressetext.com)

Kommentare

Forschung Nachhaltigkeit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Zoom führt Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein
Zoom hat ein neues KI-gestütztes Feature für Echtzeit-Übersetzungen in den Zoom Meetings gelauncht. Teilnehmer können damit in ihrer eigenen Sprache sprechen, während die anderen sie in ihrer Sprache hören.
3 Minuten
27. Jul 2026
Schweizer KI-Innovation schliesst die Lücke zwischen Denken und Handeln
Die Schweiz macht erneut mit einer spannenden KI-Innovation auf sich aufmerksam. Das Zürcher Unternehmen Gieni bringt mit GieniABX ein Agentensystem auf den Markt, das einen Schritt weiter gehen soll als klassische Chatbots oder KI-Assistenten. 
4 Minuten
In eigener Sache
Kurze Newsletter-Sommerpause
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die PCtipp-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich
Das MC03 des Schweizer Unternehmens Punkt ist ein Smartphone, das mit dem Android-basierten Betriebssystem Aphy OS konsequent auf Datenschutz und Kontrolle durch den Anwender ausgerichtet sein soll. Es ist ab sofort in Europa erhältlich.
2 Minuten
6. Jul 2026
Publireportage
Eine Kamera. Alles im Blick: Die Reolink OMVI 3i PoE
Die neue Reolink OMVI 3i PoE (P931) vereint eine 180°-Panoramakamera mit einem motorisierten PT-Objektiv. So behält die smarte Kamera gleichzeitig das grosse Ganze im Blick und verfolgt Bewegungen in Echtzeit. Sie ist ab sofort für 279 Fr. bei digitech.ch erhältlich.
4 Minuten
6. Jul 2026
E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare