Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Immer mehr Forscher lassen KI für sich schreiben

Immer mehr wissenschaftliche Artikel werden mit Hilfe generativer künstlicher Intelligenz (GenKI) wie ChatGPT verfasst – insbesondere in der Informatik.
© (Quelle: Juliezimmi4, pixabay.com)

Auf diese besorgniserregende Entwicklung machen Forscher der Stanford University aufmerksam, nachdem sie 1'121'912 wissenschaftliche Artikel und Vorabdrucke aus den wissenschaftlichen Publikationen arXiv, bioRxiv und Nature analysiert haben. Ihre Forschungsergebnisse präsentierten sie kürzlich in der Fachzeitschrift "Nature Human Behaviour".

Informatik sticht heraus

Die Untersuchung zeigte, dass Abstracts und Einleitungen am häufigsten von Grossen Sprachmodellen (LLM, Large Language Model) erstellt werden, während diese in methodischen und Experimentabschnitten weniger genutzt werden, was wahrscheinlich auf die Fähigkeiten zu Zusammenfassungen von LLMs zurückzuführen ist. Die Forscher beobachteten einen stetigen Anstieg der Nutzung von KI in mehreren Studienbereichen, wobei der dramatischste Anstieg in der Informatik zu verzeichnen war - einer Disziplin, die besonders nah an der KI angesiedelt ist.

Die Analyse ergab, dass 2024 in der Informatik 22,5 Prozent der Abstracts und 19,5 Prozent der Einleitungen von LLMs verfasst wurden. Im November 2022 waren es gerade einmal 2,4 Prozent gewesen. Auch in den Bereichen Elektrotechnik und Systemwissenschaften war die LLM-Nutzung bis 2024 mit 18,0 Prozent bei Abstracts und 18,4 Prozent bei Einführungen relativ hoch. In der Mathematik waren es 8,9 Prozent bei Abstracts und 9,4 Prozent bei Einleitungen.

Mit LLM gegen Zeitdruck

Autoren, die häufiger Preprints veröffentlichten, nutzten häufiger LLM, was möglicherweise auf erhöhten Druck zurückzuführen ist, mehr Artikel in weniger Zeit zu veröffentlichen. In kürzeren Artikeln mit weniger als 5000 Wörtern kamen LLMs häufiger zum Zuge, ebenso wie Artikel in wettbewerbsintensiveren Forschungsbereichen wie der Informatik.

Die Forscher stellten zudem fest, dass LLM in Artikeln aus China und Kontinentaleuropa im Vergleich zu Nordamerika und Grossbritannien stärker genutzt wird, aber ein Grossteil davon sei wahrscheinlich auf die Verwendung von Englisch-Sprachassistenten zurückzuführen. "Da sich die KI-Landschaft in den kommenden Jahren schnell weiterentwickeln wird, hat sie das Potenzial, die Art und Weise zu verändern, wie Wissenschaft geschrieben und kommuniziert wird, was wiederum Fragen zur Transparenz, Originalität und Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens aufwirft", mahnen die Stanford-Wissenschaftler. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

PC-Maus
Im Test – Logitech Mobi Fold
Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
3 Minuten
12. Jun 2026
Videos zum Test vom Mähroboter Mova LiDAX Ultra 1000
Der PCtipp hat den Mähroboter Mova LiDAX Ultra 1000 einem ausführlichen Test unterzogen. Hier noch zwei Videos dazu.
2 Minuten
11. Jun 2026
Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein
Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
3 Minuten
11. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare