Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Förderprogramm für schweizweit schnelles Internet

Die Schweizer Bevölkerung soll möglichst flächendeckend Zugang zu sehr schnellem Internet erhalten. Dieses Ziel verfolgt der Bundesrat mit seiner Gigabitstrategie.
© (Quelle: BAKOM)

Mit einem befristeten Förderprogramm will er den Breitbandausbau per Glasfaser oder Funkinfrastruktur vorantreiben. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. März 2025 die Vernehmlassung zum neuen Breitbandfördergesetz eröffnet.

Moderne Breitbandnetze bieten schnelles Internet und damit grosse Chancen für den ländlichen Raum. Sie helfen mit, dass dort auch in Zukunft gearbeitet werden kann. Der Bundesrat will im Rahmen seiner Gigabitstrategie ein Förderprogramm für den Breitbandausbau schaffen und so einem digitalen Stadt-Land-Graben entgegenwirken. Auch trägt das Programm dazu bei, den Rückstand gegenüber dem Ausland beim Ausbau mit Glasfasernetzen aufzuholen. Die Ausgestaltung des Programms wird im neuen Bundesgesetz über die Förderung des Ausbaus von Breitbandinfrastrukturen (Breitbandfördergesetz, BBFG) geregelt.

Ziel und Gegenstand der Förderung

Der Gesetzesentwurf strebt die Förderung des landesweiten Ausbaus von Festnetzanschlüssen mit Übertragungsraten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) im Download an. Der Ausbau soll weiterhin in erster Linie durch die Marktteilnehmer und ohne Finanzhilfen erfolgen. Das Förderprogramm greift deshalb im Sinne einer Anschubfinanzierung nur dort, wo ein Ausbau mit einer Leistung von 1 Gbit/s sich nicht lohnt. Das dürfte insbesondere in dünn besiedelten Gebieten der Fall sein. Die Finanzhilfen sollen in den Ausbau von Glasfasernetzen oder Funkinfrastrukturen fliessen - letzteres insbesondere bei sehr hohen Ausbaukosten von Glasfasernetzen.

Rahmenbedingungen des Förderprogramms

Gesuchstellerinnen und Empfängerinnen von Finanzhilfen sind die Gemeinden. Die Höhe der Fördermittel beschränkt sich auf den erwarteten Verlust eines Ausbauprojektes. Um einen wirksamen Wettbewerb zu gewährleisten, müssen die Betreiber der geförderten Infrastrukturen anderen Anbieterinnen Zugang gewähren. So kann es auf der Infrastruktur mehrere Angebote geben. Das Förderprogramm soll auf sieben bis maximal zehn Jahre befristet werden.

Finanzierung

Das Programm wird mit Fördermitteln in der Höhe von schätzungsweise 730 Millionen Franken finanziert. Gemäss Vernehmlassungsvorlage soll der Bund 50 Prozent der erforderlichen Mittel finanzieren. Als Voraussetzung für die Bundesmittel muss der betroffene Kanton die restlichen 50 Prozent der Fördermittel tragen. Die Ausgaben des Bundes sind auf maximal 375 Millionen Franken begrenzt (inkl. bis zu 10 Mio. für die Programm-Administration). Sie werden durch eine befristete zweckgebundene Verwendung der zukünftigen Konzessionsgebühren von Mobilfunkkonzessionen finanziert.

Die Vernehmlassung dauert bis am 23. Juni 2025.

Kommentare

Internet Gesellschaft Glasfaser Politik Internet & Sicherheit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

PC-Maus
Im Test – Logitech Mobi Fold
Nach dem Klapp-Handy kommt die faltbare Maus. Logitechs Mobi Fold soll der ideale Begleiter für unterwegs sein. Ob das alles nur grosse Klappe ist oder auch was dahintersteckt, verrät unser Test.
3 Minuten
12. Jun 2026
Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein
Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
3 Minuten
11. Jun 2026
Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Linked Data Service (LINDAS) ist eine IT-Dienstleistung des Bundesarchivs (BAR). Mit LINDAS können Bund, Kantone und Gemeinden frei verfügbare, sogenannte offene Verwaltungsdaten (Open Government Data – OGD) vernetzen und publizieren.
2 Minuten
11. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Schweizer Geoportal zeigt die Schweiz aus 1000 Perspektiven
Das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo betriebene Geoportal umfasst seit Mai 2026 schon 1000 Datensätze zu unterschiedlichsten Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Energie bis hin zu historischen Karten, Landschaftsmodellen und Luftbildern.
3 Minuten
19. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare