Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Apple: Neustart für Siri und Nachbesserungen bei der KI

Die Keynote der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC brachte vor allem Verbesserungen der KI, des Sprachassistenten Siri und der Kinderschutzfunktionen. Allerdings müssen Kunden in der EU bei den Funktionen teilweise weiter warten.
Apple Siri AI

Der Sprechassistent Siri bekommt jetzt erweiterte KI-Funktionen und wird zu Siri AI

© Apple

Im Mittelpunkt der Keynote der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC stehen meist Innovationen bei der Software und weniger neue Produkte. Das war auch dieses Jahr so, es ging vor allem um KI und den verbesserten Sprachassistenten Siri. Für den Apple-Chef Tim Cook war es die letzte Keynote, beim nächsten Event im Herbst dürfte bereits dem Nachfolger John Ternus die Bühne gehören, der diesmal noch nicht auftrat.

Nachdem Apple die teilweise bereits vor Jahren angekündigten KI-Funktionen mehrfach verschieben musste, soll der Sprachassistent auf der Basis von Apple Intelligence mit Google-Hilfe nun deutlich intelligenter werden. Der neue «Siri AI» versteht künftig längere Gespräche, erkennt Zusammenhänge und kann Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen. Nutzer sollen nicht mehr nur einzelne Befehle geben, sondern sich mit Siri fast wie mit einem echten Assistenten unterhalten können.

Die KI erhält auch Zugriff auf persönliche Informationen aus Nachrichten, E-Mails, Kalendern, Notizen und weiteren Apps. Dadurch soll Siri Anfragen besser verstehen und selbstständig Aufgaben erledigen können – etwa Termine organisieren, Informationen zusammenfassen oder Inhalte auf dem Bildschirm analysieren. 

Siri bekommt auch eine eigene App auf Apple Watches sowie iPhones und soll tief in die Betriebssysteme integriert werden. Konversationen sollen wie bei einem Chatbot über alle Geräte verfügbar sein. Apple betont dabei, dass die bisherige Datenschutzarchitektur bestehen bleibt: Der Konzern setzt auf einen Hybridansatz aus lokalen KI-Modellen auf dem Gerät und KI-Modellen in der Cloud – auf «Private Cloud Compute». Die Anfragen oder KI-bearbeitete Fotos könne weder Apple noch jemand anders einsehen, verspricht das Unternehmen.

Der Haken: Aufgrund des Digital Markets Act (DMA) der EU kommen die KI-Funktionen vorerst nicht nach Deutschland, zumindest nicht die Mobil-Versionen für WatchOS, iOS und iPadOS. In macOS 27 und visionOS 27 sollen die Features aber an Bord sein. Man sei aber mit der EU im Gespräch, so Apple, und hoffe, dass man Siri AI auch bald bei uns auf allen Geräten anbieten kann. Zudem versteht SiriAI zum Start offenbar nur Englisch. Die Schweiz als Nicht-EU Land ist davon nicht betroffen und wird Siri AI zumindest in Englisch erhalten.

Optimierungen für das Betriebssystem

Bei iOS gibt es einige kleinere Verbesserungen: So können Anwender den umstrittenen Glaseffekt, der mit iOS26 eingeführt wurde, jetzt in der Stärke regeln. Darüber hinaus verspricht Apple mehr Leistung, schnellere App-Starts und flüssigere Animationen. Die Suche wird ebenfalls deutlich ausgebaut. Inhalte aus Fotos, Nachrichten, Dokumenten und Apps sollen schneller gefunden werden und stärker mit den neuen KI-Funktionen zusammenarbeiten.

OS 27 soll sich auch auf älteren Geräten leistungsfähig anfühlen. Das neue System wird auf allen Geräten laufen, die bereits iOS 26 unterstützen. Mindestvoraussetzung ist demnach ein iPhone 11. Beim Tablet setzt Apple ein iPad der neunten Generation, ein iPad Air 4, ein iPad Mini 6 sowie ein iPad Pro mit A12-Chip voraus. Für das leistungsfähigste, lokale KI-Modell muss es ein iPhone 17 Pro oder ein iPad mit M4-Chip sein. iOS 27 erscheint als kostenloses Update im Herbst, üblicherweise veröffentlicht Apple die neue Version im September. 

Kinderschutz auf iPad

Apple stellte neue Tools für die Onlinesicherheit von Kindern und Jugendlichen vor

© Apple

Apple baut zudem den Kinderschutz in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 deutlich aus: Eltern können jetzt über Kinderkonten altersgerechte Schutzmechanismen aktivieren: Sie können festlegen, welche Apps genutzt werden dürfen und neue App-Installationen kontrollieren. Neue Kommunikationsschutzfunktionen verlangen auf Wunsch die Zustimmung der Eltern für neue Kontakte und greifen automatisch ein, wenn gewalttätige oder explizite Inhalte erkannt werden. Auch die Funktion «Bildschirmzeit» wurde überarbeitet. 

Kommentare

Apple iOS MacOS iPhone Mac iPad Künstliche Intelligenz
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung der Sicherheit und Nutzbarkeit von Microsoft 365
Der Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (BK-DTI) der Bundeskanzlei hat per Ende 2025 die digitale Arbeitsplattform Microsoft 365 (M365) flächendeckend in der Bundesverwaltung eingeführt.
2 Minuten
22. Okt 2026
Drucker
6 Regeln im Umgang mit Druckern
Funktionierende Drucker mit guten Druckergebnissen und dazu noch versteckte Kosten sparen. Diese 6 Tipps sind ein erster Schritt.
5 Minuten
23. Okt 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 42
In der Kalenderwoche 42 vom 12. bis 18. Oktober 2026 standen die Artikel «Windows beschleunigen» und «Schweizer Rechtschreibung für ChatGPT» oben in der Gunst unserer Leserschaft.
2 Minuten
23. Okt 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Gefälschte Loginwarnung im Namen von PostFinance
Eine gefälschte Nachricht, die so aussieht, als stamme sie von PostFinance, warnt vor einem unerwarteten Anmeldeversuch beim Bankkonto und fordert dazu auf, einen Link anzuklicken.
3 Minuten
19. Okt 2026
Zattoo baut Angebot in der Schweiz auf über 400 Sender aus
Zattoo baut sein TV-Angebot in der Schweiz aus. Mit 22 neuen linearen Free-TV-Sendern aus verschiedenen Ländern sowie zusätzlichen FAST-Channels wächst das Senderportfolio auf über 400 Programme.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare