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Lesedauer 3 Min.

Amigos: Migros lässt Social-Shopping-Plattform aufleben

Wegen der Corona-Krise hat die Migros gemeinsam mit Pro Senectute die Social-Shopping-Plattform Amigos für eine befristete Zeit wieder ins Leben gerufen.

Senioren und andere Personen aus der Corona-Risikogruppe können anderen Migros-Kunden via Amigos ihre Einkaufsliste übermitteln

© (Quelle: Screenshot/PCtipp)

Wenige Monate, nachdem die Migros ihre Social-Shopping-Plattform eingestellt hat, lässt sie Amigos mit einem Aufruf zur Nachbarschaftshilfe wieder auferstehen – zumindest für eine befristete Zeit. Gesunde Menschen sollen damit für ältere Personen und weitere, die zur Risikogruppe gehören und nicht einkaufen gehen können, die Einkäufe tätigen.

Migros hatte die Social-Shopping-Plattform Amigos im April 2018 gestartet. Die Idee war, dass Migros-Kundinnen und -Kunden beispielsweise den Nachbarn einen Gefallen tun und für diese einkaufen können.

Jemand, der z.B. schlecht zu Fuss ist, konnte seine Einkaufsliste auf der Plattform posten. Ein sogenannter Bringer nahm die Bestellung per Amigos-App an, kaufte die Artikel ein und brachte die Produkte dem Besteller nach Hause. Dieses Peer-to-Peer-Konzept sollte den sozialen Gedanken der Nachbarschaftshilfe im Fokus haben. Obwohl das Konzept beliebt war, stellte die Migros die Plattform und die dazugehörige App Ende 2019 ein (PCtipp berichtete).

Einkaufen für Risikogruppen

«Aussergewöhnliche Situationen erfordern manchmal aussergewöhnliche Massnahmen», schreibt die Migros auf der Webseite www.amigos.ch.

Senioren können via Amigos ihre Einkäufe bestellen und sie sich bringen lassen

© Quelle: Screenshot/PCtipp

Gemeinsam mit Pro Senectute hat der Detailhändler zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen. Via Amigos sollen sich Personen, die derzeit nicht selbst einkaufen gehen können und Menschen, die gesund sind und für sie die Einkäufe übernehmen möchten, vernetzen.

Laut Webseite richtet sich das Angebot explizit an ältere Personen, Personen mit Vorerkrankungen oder Personen, die momentan in Quarantäne oder Selbstisolation sind.

So werden Sie ein Besteller

Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, können Sie auf der Webseite Ihre Einkäufe tätigen. Sie wählen Ihre Produkte aus und legen Sie in den Warenkorb. Nun geben Sie die gewünschte Lieferadresse ein und wählen einen gewünschten Lieferzeitraum, hinterlegen eine Kreditkarte und schicken die Bestellung ab. Die Heimlieferung ist laut Migros kostenlos. Wer möchte, kann ein freiwilliges Trinkgeld von 5 Franken geben (beim Check-out). Momentan sollte man die Übergabe von Bargeld bei der Lieferung vermeiden.

Hat man seine Bestellung abgeschickt, sehen die Bringer in der Nähe den Auftrag.

So werden Sie ein «Bringer»

Wer gesund ist und Nachbarschaftshilfe leisten möchte, kann sich via die Amigos-Bringer-App registrieren

© Quelle: Screenshot

Jeder kann Helfer respektive Bringer werden. Das können Migros-Mitarbeitende oder Private sein. Die Registrierung als Bringer funktioniert über die Amigos-Bringer-App, die in den App Stores (AndroidiOS) gratis erhältlich ist. Der Link zur iOS-Version funktionierte am 25. März 2020 gegen Mittag allerdings nicht.

Erste Schritte:

1. Klicken Sie in der App auf Jetzt Bringer werden.

2. Registrieren Sie sich.

3. Hinterlegen Sie Ihre Handy-Nummer und klicken Sie auf SMS Senden.

4. Geben Sie den Bestätigungs-Code ein, den Sie per SMS erhalten haben, und klicken Sie auf Bestätigen.

5. Die Migros bittet um Ihre Adresse, damit man Sie auch auf dem Postweg erreichen könne. Dieser Schritt ist nicht überspringbar. Füllen Sie das Formular aus und klicken Sie auf Speichern.

6. Geben Sie Ihr Geburtsdatum ein und erneut auf Speichern. Nun können Sie z.B. wählen, ob Sie Push-Nachrichten erhalten möchten (Schieberegler). 

7. Folgen Sie den Anweisungen, um die Registrierung abzuschliessen.

8. Anschliessend tippen Sie auf Entdecke die Migros Bringer-App, um loszulegen.

Hinweis: Alle Nutzer dieses Angebots müssen sich jederzeit an die Sicherheits- und Hygieneweisungen des BAG halten und dies online bestätigen.

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