Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Nicht jeder akzeptiert Fake-News-Korrekturen

Menschen akzeptieren am ehesten Korrekturen an Falschmeldungen, wenn sie zu denen, die die Verbesserungen anbringen, irgendeine Art der sozialen Bindung haben.
© (Quelle: sdecoret / Shutterstock.com)

Die politische Ausrichtung der beiden spielt dabei keine Rolle, zeigt eine Studie der MIT Sloan School of Management. Bisher wurde angenommen, dass Korrekturen von politisch Gleichgesinnten am ehesten akzeptiert würden. "Für diejenigen, die Fake News entgegenwirken wollen, ergibt sich daraus eine praktische Strategie: Bauen Sie zunächst ein wenig Vertrauen auf, auch wenn es nur kleine Schritte sind", sagen die Forscher.

Keine Chance bei Verblendeten

Das klappt allerdings nicht bei Menschen, die kritiklos einer politischen Richtung folgen. Auch wenn zu diesen ein sozialer Kontakt aufgebaut wird, werden Richtigstellungen oft abgelehnt. Im Gegenteil: Diese Menschen fühlen sich in ihrer Fehleinschätzung noch bestätigt. Um diese zu erreichen, sollten Korrektoren politische Signale senden, die auf eine gemeinsam Überzeugung schliessen lassen. Es kommt also nicht nur darauf an, was man sagt oder wer etwas sagt, sondern auch darauf, ob der Zuhörer eine soziale Bindung empfindet, heisst es.

Die Forscher haben diese Schlüsse aus einem Feldversuch auf X mit menschenähnlichen Bots gezogen. Dabei untersuchten sie, wie gemeinsame Parteizugehörigkeit und vorherige soziale Verbindungen die Akzeptanz von Korrekturen beeinflussen. "Wir haben nach dem Zufallsprinzip festgelegt, ob unsere Konten als demokratisch oder republikanisch identifiziert werden konnten und ob sie Twitter-Nutzern folgten und drei ihrer Tweets mochten, bevor sie sie korrigierten, wodurch eine minimale soziale Verbindung hergestellt wurde", so die Forscher.

Mehr Einsicht bei Berichtigungen

Am Ende haben die Fachleute festgestellt, dass die gemeinsame Parteizugehörigkeit bei fehlenden sozialen Verbindungen keinen signifikanten Einfluss hat. Interessanterweise verstärkte die soziale Verbindung die Akzeptanz für Korrekturen von Parteigängern. Folgeexperimente mit Umfragen bestätigen diese Ergebnisse weitgehend und liefern Hinweise darauf, dass sich Menschen eher verpflichtet fühlen, auf Personen zu reagieren, die ihnen folgen. "Unsere Ergebnisse haben wichtige Implikationen für die Steigerung der Akzeptanz von Korrekturen im Internet", meinen die Forscher. (pressetext.com)

Kommentare

Gesellschaft Social Media
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

In eigener Sache
Kurze Newsletter-Sommerpause
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die PCtipp-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 29
In der Kalenderwoche 29 vom 13. bis zum 19. Juli 2026 standen die Artikel «Kleiner Excel-Spick von Microsoft» und «Finanzen im Griff» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.
2 Minuten
24. Jul 2026
Schweizer KI-Innovation schliesst die Lücke zwischen Denken und Handeln
Die Schweiz macht erneut mit einer spannenden KI-Innovation auf sich aufmerksam. Das Zürcher Unternehmen Gieni bringt mit GieniABX ein Agentensystem auf den Markt, das einen Schritt weiter gehen soll als klassische Chatbots oder KI-Assistenten. 
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich
Das MC03 des Schweizer Unternehmens Punkt ist ein Smartphone, das mit dem Android-basierten Betriebssystem Aphy OS konsequent auf Datenschutz und Kontrolle durch den Anwender ausgerichtet sein soll. Es ist ab sofort in Europa erhältlich.
2 Minuten
6. Jul 2026
Publireportage
Eine Kamera. Alles im Blick: Die Reolink OMVI 3i PoE
Die neue Reolink OMVI 3i PoE (P931) vereint eine 180°-Panoramakamera mit einem motorisierten PT-Objektiv. So behält die smarte Kamera gleichzeitig das grosse Ganze im Blick und verfolgt Bewegungen in Echtzeit. Sie ist ab sofort für 279 Fr. bei digitech.ch erhältlich.
4 Minuten
6. Jul 2026
E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare